Das gab’s wohl noch nie! Selten las sich das Abendprogramm in der Rangendinger Festhalle außerhalb der Fasnetszeit so bunt wie am Samstagabend. Das „1. Hohenzollern Gaudi-Turnier für Männerballette“ füllte die Festhalle bis auf den letzten Platz. Sogar die zweistufige Tribüne auf der Fensterseite war restlos gefüllt.

Solch einen Andrang erlebt das als Fasnetshochburg bekannte Rangendingen auch nicht alle Tage. Und die tanzenden Männer? Die dankten es den Zuschauern mit Showtänzen, die an Kreativität, Synchronität, Akrobatik und einem großen Spaßfaktor den Mädelsauftritten in nichts nachstanden.

Das abwechslungsreiche Programm wurde von einigen Showacts – außerhalb der Turnierkonkurrenz – umrahmt. Die Bellydancer aus Tailfingen schwangen zu orientalischen Klängen Bauch und Hüfte, die Flotten Hosen brachten als Gastgeber mit dem Motto „Im Tal der Farben“ selbige ins Spiel. Die Poletänzerinnen aus Reutlingen zeigten, welche Akrobatik und Eleganz ein Stangentanz zu Tage führen kann.

190 Kilometer angereist

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der Rangendinger Fasnetskiachle. Eine Abordnung der Narrenzunft Jägi hatte bereits für die Fasnet einen Tanz einstudiert, der beim Heimspiel als Co-Gastgeber natürlich nicht fehlen durfte. Dass das „1. Hohenzollern Gaudi-Turnier für Männerballette“ große Wellen schlägt, war spätestens bei der Durchsicht des Teilnehmerfeldes klar. Nicht nur aus der näheren Umgebung waren Tanzgruppen angereist. Die „Hasekühle“ aus Grünsfeld und die die „Krassen Hüpfer“ aus Krensheim, beide vor den Toren Würzburgs daheim, hatten mit mehr als 190 Kilometern die weiteste Anreise.

Wie es sich bei einem Showtanzwettbewerb gehört, gab es auch am Samstagabend eigentlich ausschließlich nur Sieger. Die Podiumsplätze wurden prämiert und alle weiteren Teilnehmer teilten sich den vierten Platz.

Der Sieg, und somit von der Jury als besten Tanz des Abends bewertet, ging an die „Schälripple“ aus Bad Imnau. Mit ihrem Motto „Party-Alarm“ wurden die Herren aus der Haigerlocher Teilgemeinde ihrem Ruf als sehr gute und harmonische Tanzgruppe gerecht. Zweiter wurden die „Krassen Hüpfer“ aus Krensheim, die somit für ihre weite Anreise belohnt wurden. Ihr Motto „Rattenscharf“ ließ beim Publikum so manche Herzen höherschlagen. Auch die Grünsfelder zeigten als Musketiere einen überzeugenden Auftritt und sicherten sich somit verdient den dritten Rang.

Dass bei einer Gaudi auch der Spaß und die Geselligkeit nicht zu kurz kommen dürfen, zeigte sich nicht nur während der Auftritte, sondern auch nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung. Viele Tanzgruppen verbrachten nach der Siegerehrung noch gemeinsame, gesellige Stunden in der Festhalle. Die Jägis und die Flotten-Hosen resümierten als Gastgeber-Duo eine Veranstaltung, die jegliche Erwartungen übertroffen hat. Das schreit förmlich nach einer Wiederholung.