Jungingen / Horst Bendix Der FC Killertal sieht große Probleme auf sich zukommen: Eine Fusion droht, weil es zu wenig Nachwuchsfußballer gibt.

Wer gedacht hätte, die Hauptversammlung des FC Killertal läuft ihren gewohnten Gang, sah sich ein wenig getäuscht, denn erstmals in der fast 100-jährigen Geschichte des Junginger Sportvereins bangt man um die Meldung einer aktiven Mannschaft für das Spieljahr 2019/2020. Die Jugend hat anscheinend das Interesse am Fußball verloren. Diesen Eindruck vermittelten Vorsitzender Andreas Denkinger, sein Vize Jürgen Berger und Spartenleiter Fußball Philip Diez. Obwohl es ein Kraftakt werden dürfte, bleibt man aber optimistisch gestimmt.

Nur rund 30 Minuten dauerte die Hauptversammlung des Sportvereins. Zu vermelden ist,  dass der Verein ein schönes Polster auf dem Konto hat dank vielfältiger Veranstaltungen, bei denen kräftig mitgeholfen wurde. Das Kinderturnen wird durch Caro Diez und Angelika Kleinmann in Zukunft wieder stattfinden, ebenso bedankte sich Andreas Denkinger bei Carla Wolf für die jahrelange Leitung der Damengymnastikgruppe. Da wird es in naher Zukunft Veränderungen geben, und auch Juliane Kießling galt ein Kompliment für die Abhaltung des Zumba-Trainings. Die Wirtschaftsdaten legte Rechnungsführer Michael Fischer offen. Er wurde für seine immense Arbeit von Dietmar Sattler, der mit Kuno Wolf die Geschäfte prüfte, entlastet.

Für langjährige Treue wurden Helmut Geiselhart, Bernd Haiß, Daniel Schuler, Gabriele Winter durch Urkunde und Vereinsnadel zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die einstimmige Entlastung und die Neuwahlen leitete der stellvertretende Bürgermeister Frank Speidel. Neben dem Dank für die engagierte Arbeit des Sportvereins erwähnte er besonders die Leistungen im Ehrenamt, insbesondere im Jugendspielbetrieb.

Gleich im Anschluss tagte der FC Killertal, und da sieht es nicht so rosig aus, wie Andreas Denkinger, Jürgen Berger und der Spartenleiter Fußball, Philip Diez, mit Sorge mitteilten: „Fußball steht für die jungen Leute offenbar nicht mehr an erster Stelle, und es wird schwer werden, für die nächste Runde eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen.“ Dennoch ist man optimistisch beim FC Killertal, dass dies gelingen werde, wenn auch in naher Zukunft womöglich an eine Fusion mit einem Nachbarverein gedacht werden müsse, wie Philip Diez feststellte.

Insgesamt 17 Trainer kümmern sich mit ihren Mitstreitern von den Bambinis über die F-, E-, D-, C-, B- bis zur A-Jugend das ganze Jahr über, dass der Spielbetrieb einen geordneten Gang geht, teilte Jugendleiter David Gucwa mit. Philip Diez sagte Trainer Markus Weihing Dank, dem es gelungen sei, weiterhin eine aktive Mannschaft ins Rennen zu schicken, damit auch die Nachwuchskräfte aufrücken können.

Der Koordinator für das Spielwesen im FC Killertal, Achim Bumiller, wünschte sich auch für die Zukunft einen guten Zusammenhalt, damit der FC Killertal weiterhin glänzen kann, besonders beim diesjährigen boso-Cup vom 28. bis 30. Juni. Darauf wird jetzt schon hingearbeitet, ferner auf das 100-jährige Jubiläum im kommenden Jahr.

Denkinger zweifach auf der Kommandobrücke

Wahlen Bei den Neuwahlen gab es kaum Veränderungen. Andreas Denkinger ist nach wie vor auf der Kommandobrücke des SV Jungingen. Bei den Kassenprüfern wurde Jürgen Kleinmann für Kuno Wolf gewählt. Die Wahlen beim FC Killertal: Vorsitzender Andreas Denkinger, Vize Jürgen Berger, Kassierer Michael Fischer, Schriftführer Sven Poschmann, Jugendleiter David Gucwa (Stellvertreterin Linda Kriwaka), Abteilungsleiter Fußball  Philip Diez (Stellvertreter Jens Killmayer), Beisitzer: Volker Dietrich, Sven Würzinger, Armin Kleinmann, Christopher Potschien, Achim Bumiller, Thomas Hofmann, Günter Kuster.