Hechingen Imkern ist modern

Insgesamt 25 interessierte Neuimker haben sich am vergangenen Samtag zum ersten Mal getroffen, um an den Bienen des Imkervereins Hechingen zu arbeiten. Foto: Tanja Marquardt
Insgesamt 25 interessierte Neuimker haben sich am vergangenen Samtag zum ersten Mal getroffen, um an den Bienen des Imkervereins Hechingen zu arbeiten. Foto: Tanja Marquardt
Hechingen / TANJA MARQUARDT 26.03.2014
Deutlich ertragreicher als die Honigernte der Imker war im letzten Jahr die Mitgliederwerbung beim Bezirksimkerverein Hechingen. Die 90er-Marke ist überschritten, freut sich der Vorsitzende Herbert Beiter.

Fast 50 Interessierte waren zur Hauptversammlung der Bezirksimker in den "Kaiser" nach Boll gekommen. Damit war der Saal voll und der Rest der mittlerweile 90 Mitglieder hätte kaum Platz gefunden. Imkern ist derzeit modern, das zeigt sich jedes Jahr aus Neue, wenn der Imkerverein Hechingen - zusammen mit der Volkshochschule - einen Jungimkerkurs anbietet. Über 20 Interessenten sind es auch in diesem Jahr. Nicht jeder, der den Kurs macht, imkert danach auch, so ist die Erfahrung des Kursleiters und 2. Vorsitzenden Wolfgang Markowis. Und nicht jeder, der dann imkert, wird auch Mitglied im Verein. Dennoch steigen die Mitgliederzahlen in den letzten Jahren unaufhörlich.

Kein Wunder, dass die Mitglieder mit ihren Vorstand zufrieden sind und ihn einstimmig in allen Ämtern bestätigten. Herbert Beiter geht in sein 20. Jahr als Vorsitzender und hat, wie er sagt, immer noch viel Spaß an der Aufgabe. Unterstützt wird er von seinem Vize Wolfgang Markowis und von Max Höflsauer als Kassierer, dem von Willi Wannenmacher eine perfekte Buchführung bescheinigt wurde. Tanja Marquardt als Schriftführerin wurde ebenfalls bestätigt, neu im Ausschuss ist Thomas Scheiling, der die Webseite des Vereins geschaffen hat (www.imker-hechingen.de/) und betreut.

Als Referent hatten die Imker diesesmal eine Frau geladen: Sabine Schulz von der Bioimkerei Honigunde erläuterte die Unterschiede zwischen einer Bienenhaltung nach Grundsätzen der Biolandimkerei und der konventionellen Bienenhaltung. "Keine naturwidrige Handlung bleibt ohne Folgen. Kein natürliches Prinzip kann man ungestraft verletzen, keine natürliche Ordnung beseitigen ohne Gefahr für sich selbst", zitierte die Imkerin einen Begründer der biologischen Landbaumethode.

Für die Bienenhaltung bedeutet dies, dass Bienen nicht in Monokulturen aufgestellt werden dürfen, sie werden nur in Bauten aus natürlichen Materialien gehalten, Die Varroamilbe darf nur mit natürlichen Säuren behandelt werden. Ein eigener Wachskreislauf ist wichtig, bei der Königin dürfen nicht die Flügel beschnitten werden, die Winterfütterung muss teilweise aus eigenem Honig bestehen, ansonsten ist Biozucker zu verwenden.

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