Hechingen Imker pflanzen im Hechinger Feilbachtal

Zwei große Beete haben engagierte Mitglieder des Bezirksimkervereins Hechingen beim Barfußpfad im Feilbachtal mit spätblühenden Büschen und Bäumen bepflanzt, damit die Bienen auch im Spätsommer noch Nahrung finden. Bei der Arbeit (von links): Claudia Hartling, Dietmar Heim, Armin Hoch, Verena Winter, Herbert Beiter und Wolfgang Hartling.
Zwei große Beete haben engagierte Mitglieder des Bezirksimkervereins Hechingen beim Barfußpfad im Feilbachtal mit spätblühenden Büschen und Bäumen bepflanzt, damit die Bienen auch im Spätsommer noch Nahrung finden. Bei der Arbeit (von links): Claudia Hartling, Dietmar Heim, Armin Hoch, Verena Winter, Herbert Beiter und Wolfgang Hartling. © Foto: Hardy Kromer
Hechingen / Hardy Kromer 04.05.2018
Die Hechinger Imker haben im Feilbachtal zwei Beete bepflanzt, damit die Bienen auch im Spätsommer noch Nahrung finden.

Der Freitag vergangener Woche war ein guter Tag für die Bienen. Am Vormittag verbot die EU-Kommission in Brüssel den Freiland-Einsatz dreier Insektizide, die für das Bienensterben mitverantwortlich gemacht werden. Am Nachmittag griffen im Feilbachtal engagierte Mitglieder des Hechinger Imkervereins zum Spaten, um zwei jeweils gut 20 Quadratmeter große Beete zu bepflanzen, die ihnen Arbeiter des Betriebshofes auf städtischen Flächen angelegt hatten.

Gesetzt wurden spätblühende, insektenfreundliche Pflanzen, deren Tracht dafür sorgt, dass Bienen, Hummeln, Falter und Vögel auch im Spätsommer noch Nahrung finden. Unter anderem pflanzten Projektleiterin Claudia Hartling und ihre Mitstreiter eine spätblühende Linde, einen „Sieben-Söhne-des-Himmels“-Strauch, einen Bienenbaum und pflegeleichte Büsche, wie Bastard-Indigo, Buschgeißblatt, Strauchkastanie und Pfaffenhütchen. „In Hechingen wird inzwischen viel getan für Insekten“, lobte Claudia Hartling. „Da wollten wir Imker nicht tatenlos zusehen, sondern unseren Beitrag leisten.“ Konkret ging es bei der Aktion darum, ein Versprechen vom vergangenen Hechinger Sternlesmarkt einzulösen. Die Imker hatten damals angekündigt, den Erlös aus ihrem Getränkeverkauf komplett in bienenfreundliche Pflanzen zu investieren. Weil die 270 Euro aus der Kasse für die beiden Beete nicht ausreichten, legte der Imkerverein aus eigenen Mitteln noch etwas drauf.

Damit die beiden Beete in der Nähe des Eingangs zum Barfußpfad gegen streunende Hunde und Wildtiere gut geschützt sind, haben die Imker noch schöne Weidenzäune drum herum geflochten. Eine lehrreiche Beschilderung soll folgen. Denn den Bienenzüchtern ist daran gelegen, dass ihre Pflanzaktion Nachahmer findet. „Wir wollen“, sagt Claudia Hartling, „ein positives Beispiel geben und dem Trend entgegenwirken, dass immer mehr Hausgärten in Steinwüsten umgewandelt werden.“