Der Junginger Männergesangverein war Gastgeber des 82. Killertaltreffens der Chöre von Jungingen bis Hausen in der Wallfahrtskirche. Insbesondere der Gemischte Chor aus Starzeln überzeugte mit Patricia Simmendinger an der Flöte und Hartmut Amann am Klavier, aber auch die anderen Chöre boten eine sehr sichere und saubere Leistung, und das kann man ohne Übertreibung sagen. Das Gotteshaus war gut besucht.

Das Killertalsängertreffen des Jahres 2019 begann mit einem mächtigen Orgelvorspiel, dem „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel. Organist Alfred Schäfer ließ dabei sein ganzes Können aufblitzen und erntete viel Anerkennung. Zunächst hieß der Vorsitzende des gastgebenden Vereins, Andreas Nam, die Ehrengäste und das Auditorium herzlich willkommen. Zugegen waren zur Freude des Veranstalters auch Bürgermeister Harry Frick sowie  Chorverbandspräsident Michael Ashcroft und dessen Stellvertreter Walter Heilig,.

Andreas Nam blickte zurück in die Anfänge des Männergesangvereins Jungingen: Am 3. Januar 1867 war dessen Geburtsstunde. Nam betonte, dass dies das vierte Killertalsängertreffen in der Junginger Wallfahrtskirche sei, und alle hätten sich sofort wohlgefühlt, war in den Proben deutlich geworden.

Jeder Chor hatte vier Lieder vorbereitet, und der Gastgeber Männergesangverein setzte den ersten variantenreichen Einsatz mit gewohnt sicherem Auftreten. Was die zehn Sänger boten, war absolut hörenswert, und man konnte staunen, was diese kleine Schar an Sängern wöchentlich probt und einstudiert, das war schon klasse.

Dem „Ostergruß“ verpflichtet war sich der Junginger Kirchenchor unter Alfred Schäfer. Man weiß schon lange, dass die Sängerinnen und Sänger ein sicheres Auftreten an den Tag legen. Die musikalischen Inhalte und die spannungsbildenden  Elemente überzeugten. Bravo, Alfred Schäfer!

Von da an ging es immer weiter talaufwärts. Was Chorleiter Oliver Simmendinger aus dem Männerchor „Harmonie“ Killer gemacht hat, das war eindrucksvoll zu hören. Es war Chormusik im wahrsten Sinne des Wortes, nicht sentimental, nein, mächtig und  gut waren sie, die Tenöre im Volleinsatz. Den Gemischten Chor aus Starzeln mit seinem Chorleiter Wilhelm Schuler bewundert man schon seit vielen Jahren. Er hat immer etwas ganz Neues auf Lager, diesmal mit der Chorbegleitung an der Flöte durch die junge, dynamische Patricia Simmendinger und einen ganz erfahrenen Pianisten, nämlich Hartmut Amann, der den Liedern seinen Stempel aufdrückte. Und dann der Chor selbst: perfekt, kann man da nur feststellen.

Besonders die englischen Titel „Adiemus“ aus dem Song of Sanctuary kamen bestens an, und auch „Gabrielas Sang“ war ein Ohrenschmaus.

Die Chorgemeinschaft Bitz/Hausen war am Schluss an der Reihe, und Chorleiter Oliver Geiger, der die Chorgemeinschaft schon lange dirigiert, wählte wieder klassische Chormusik. Und diese Lieder gefielen, besonders das Dimitri Bortnianskis „Tepje Pajom“, und so war Beifall entsprechend groß.

Andreas Nam fand noch Worte des Dankes ganz am Schluss. Die Sängerinnen und Sänger trafen sich zum Finale im Gemeindesaal, wo der Gastgeber zu einem kleinen Umtrunk eingeladen hatte.

82


Sängertreffen hat es bislang im Killertal gegeben. Was für eine lange und schöne Tradition! In der Junginger Kirche gaben sich die Chöre schon zum vierten Mal ein Stelldichein.