Seit dem 9. März trainieren die Nordic Walker für den HZ-Panoramalauf. Am kommenden Sonntag, 30. Juni, ist es nun endlich so weit. Ab 9.35 Uhr werden die Teilnehmer der HZ-Fitnessaktion „Hohenzollern – da läuft was“ vom Hechinger Weiherstadion aus zehn Kilometer zurücklegen. Cheftrainer Herbert Lindner plaudert im Interview mit der Hohenzollerischen Zeitung über den famosen Fitnesszustand seiner Nordic Walker und die schönen Momente während des viermonatigen Trainings.

Wie läuft das Training der HZ-Fitnessaktion „Hohenzollern – da läuft was“ kurz vor dem Finale ab?

Herbert Lindner: Wir gehen das in der Endphase jetzt entspannter an. In den letzten vier Wochen haben wir mit allen Nordic Walkern die zehn Kilometer erreicht – von den Anfängern bis zu den Fortgeschrittenen. An diesem Dienstag werden wir nur noch so eine Strecke von sechs Kilometern ablaufen, sodass die Läufer ihre Muskulatur nicht zu stark anstrengen.

Wie ernährt sich ein Walker kurz vor dem HZ-Panoramalauf am besten? Worauf sollte er achten?

Ich sage immer: Eine leichte Nahrung vorher ist gut. Für die 60 Minuten oder zehn Kilometer braucht man ja mehr Energie. Nicht, dass der Tank gleich leer ist. Und da empfehle ich einen Snack oder eine leichte Mahlzeit. Zum Beispiel sind geeignet: Bananen mit Erdnussbutter, gebackene Süßkartoffeln mit Thunfisch oder Rote-Linsen-Suppe – hört sich zwar komisch an –, Garnelensalat sowie Apfel- oder Bananensmoothie. Und es gibt eine ganz neue Studie, die besagt, dass Rote-Beete-Saft die Kondition und den Sauerstoff für den Ausdauersport liefert und verbessert.

Welche weiteren Vorbereitungstipps haben Sie noch für die Walker parat?

Sie sollten sich einfach noch ein bisschen bewegen und nicht zu schwere Nahrung zu sich nehmen. Nicht, dass man jetzt noch Sauerkraut isst, das einen dann doch noch vorher plagt. Einfach leichte Nahrung, wie Obst, essen und viel Wasser vor dem Start trinken.

Und da muss man dann nicht zwischendurch auf Toilette?

Ja (lacht). Es gibt schon Leute, die da Probleme haben. Aber man sollte schauen, dass nicht zu wenig getrunken wird. Weil auch bei den Temperaturen – diese Woche soll es ja bis zu 40 Grad geben – trinken schon wichtig ist.

Sie haben gemeinsam mit Ihren Co-Trainerinnen Hilde Laub, Anke Hauptmann und Anja Riedlbeck die Läufer auf ein sehr gutes Niveau gebracht. Wie viele Teilnehmer haben sich denn anfangs für die HZ-Fitnessaktion angemeldet und sind auch dabei geblieben?

Wir haben insgesamt knapp um die 115 bis 120 Teilnehmer gehabt. Und wenn ich das zusammenzähle, so 100 sind bei uns noch geblieben.

Und sind Sie damit zufrieden?

Ja, damit bin ich schon zufrieden, weil die 15 oder auch nur zehn Personen teilweise krankheits- oder berufsbedingt dann einfach ausgefallen sind. Also ich sehe dann auch einfach in meinen Trainern begründet, dass es ein Erfolg ist, wenn so viele Walker noch dabei bleiben.

Apropos Erfolge: Wie ist denn jetzt der Fitnesszustand der Teilnehmer im Vergleich zum Anfang?

Deutlich besser, je nach Person. Es gibt natürlich auch Personen, die einen Zehn-Kilometer-Lauf schaffen, aber einfach länger Zeit brauchen. Aber die meisten haben ihre Konditionen gesteigert, und das ist eine deutliche Verbesserung. Denen macht jetzt auch ein Waldlauf nichts mehr aus. Am Anfang haben sie schon ziemlich starke Probleme mit der Atmung gehabt. Aber das ist jetzt, wenn sie regelmäßig dabei waren, gar kein Problem mehr.

Gab es auch witzige oder besondere Momente während des Trainings?

Schön war, dass wir fast keine verletzten Personen hatten und wir sonst alle gesund durch die vier Monate gekommen sind. Und ganz schön war es, als wir mit der Gruppe in Richtung Martinsberg unterwegs waren und da dann zuschauen konnten, wie vier Lämmchen auf die Welt kamen. Da haben wir dann den Lauf unterbrochen und konnten schön zuschauen.

Welche Routen haben Sie den Teilnehmern während der vier Monate gezeigt?

Wir waren also oft auf der Martinsberg-Route unterwegs. Dann sind wir zum Lindich, nach Stein und Bechtoldsweiler gelaufen. Und was ganz toll im Fasanenwald war: Wir sind mal zu dem Waldbad gelaufen, das auf der Gemarkung Wessingen liegt. Das ist gleich, wenn man beim Fasanenweg oben hineinläuft, und das hat keiner gekannt. Da gibt es eine kleine Ausgrabung, und das ist ein Waldbad von früher (Anm. d. Red.: Gemeint ist das „Waldbad Zollern“, das Moritz Meyer, der Onkel des berühmten Naturheilkundlers Friedrich Wolf, Ende der 1920er-Jahre anlegte). Es war eigentlich schon interessant, dass man neben dran wohnt und nichts davon gewusst hat.

Individuelle Feiern der Walker- und Läufer-Gruppen


Beachparty Die Nordic Walker der HZ-Fitnessaktion „Hohenzollern – da läuft was“ treffen sich am kommenden Samstag, 29. Juni, zur Summer-Beachparty im Starzelpark in Hechingen. Beginn ist um 15 Uhr. Dabei gibt es italienisches Essen und eine Cocktailbar mit leichten Getränken. Zwischen 60 und 70 Personen haben sich bereits dafür angemeldet.

HZ-Panoramalauf Die Läufer eröffnen am Sonntag, 30. Juni, um 9.30 Uhr den Hauptlauf über zehn Kilometer vom Weiherstadion in Hechingen. Die Nordic Walker sind um 9.35 Uhr dran. Online-Anmeldungen im Voraus sind am heutigen Dienstag, 25. Juni, noch bis 22 Uhr unter www.panoramalauf.laufsportmarketing.de/ möglich. Die Sportler erfahren dabei auch Vergünstigungen beim Starterpreis. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage www.tv-hechingen.de.

Grillfest Nach dem Panoramalauf, feiern die Läufer am Dienstag, 2. Juli, ihren Abschluss mit einem Grillfest. Die Gruppenteilnehmer treffen sich um 18 Uhr in Bodelshausen. Nach der Ortsdurchfahrt wird nach links in Richtung CVJM-Heim zum Grillplatz abgebogen. Grillgut und eventuell Salat sowie Nachtisch wird selbst mitgebracht. Die Läufer treffen sich auch bei Regen und feiern dann gemeinsam im Haus.