Puh! Am Montagabend um zehn  genehmigte sich Philipp Hahn noch ein alkoholfreies Weizenbier. Unschlagbar durstlöschend und in seiner isotonischen Wirkung nicht zu unterschätzen! Bei Temperaturen, die noch nicht allzu weit unter die 30-Grad-Marke gesunken waren, hatte das Hechinger Stadtoberhaupt soeben die neue Zehn-Kilometer-Strecke des HZ-Panoramalaufes absolviert.

Hahn ist die Route inzwischen zum dritten Mal zu Trainingszwecken gelaufen. Sechs Tage vor dem lokalen Laufsportereignis der Saison tat er es zum ersten Mal zusammen mit seinem Bürgermeister-Kollegen aus Bodelshausen, Uwe Ganzenmüller. Die beiden Rathauschefs der Nachbargemeinden haben sich dazu verabredet, den HZ-Panoramalauf am kommenden Sonntag, 30. Juni, erstmals gemeinsam zu bestreiten und nach Möglichkeit auch Schulter an Schulter über die Ziellinie zu laufen.

Einer hat Trainingsvorsprung

Den Eindruck, dass das gut klappen wird, hatte Philipp Hahn nach dem Testlauf. „Wir haben ungefähr dasselbe Tempo“, konstatierte der 40-Jährige, nachdem das Bürgermeister-Duo die zehn Kilometer „in einer runden Stunde“ hinter sich gebracht hatte. „Ich war geschafft, aber es hat Spaß gemacht.“ Und noch eine Erkenntnis: Wenn sich einer am Sonntag bremsen muss, wird das eher der deutlich Ältere sein, der 56-jährige Ganzenmüller. „Der Uwe hat einen respektablen Trainingsvorsprung“, muss Hahn eingestehen. Ihm selbst ist das aber Ansporn, noch ein wenig nachzulegen. Für den frühen Mittwochmorgen, wenn es noch kühl ist, hat er sich eine weitere Trainingseinheit auf den Fluren seines Wohnortes Bechtoldsweiler vorgenommen.

Uwe Ganzenmüller, immer Hechinger geblieben, ist in der Tat bestens in Schuss. Zwei, drei Laufeinheiten pro Woche und dazu noch zweimal Training im Studio sorgen für eine prächtige Grundfitness. Und die regelmäßige Holzarbeit im Walde tut der Kraft und der Kondition auch gut. So sieht man den Bodelshausener Rathauschef, der vor etlichen Jahren bei der HZ-Aktion „Hohenzollern – da läuft was“ mit dem Trainieren angefangen hat, inzwischen immer wieder bei anspruchsvollen Laufereignissen. „Zwei oder drei Wettkämpfe im Jahr laufe ich“, erzählt Ganzenmüller. Außer dem Panoramalauf und dem Zollerberglauf hat der Mann, der inzwischen dem Lauftreff Steinlach-Zollern angehört, auch schon Halbmarathone bewältigt. Um Zeiten und Platzierungen geht es ihm dabei nie. „Ich laufe mein Tempo, sodass ich mich verausgabe und mich spüre“, erzählt Ganzenmüller. „Wenn ich nach einem langen Arbeitstag in der Natur laufe, kriege ich den Kopf frei. Für mich ist es die perfekte Entspannung.“

Naturerlebnis pur verspricht gerade die neue Strecke des HZ-Panoramalaufs vom Weiherstadion über den Martinsberg und einmal im großen Bogen um den Lindich herum und wieder zurück. „Landschaftlich überragend“, findet Philipp Hahn, der sich mit Blick auf den kommenden Sonntag auf einen „richtig schönen Lauf in familiärer Atmosphäre“ freut.

Der Wald dämpft die Hitze

Auch für Hahn ist die neunte Auflage des Panoramalaufes keine Premiere. Vor zwei Jahren war er zusammen mit seinem Vater am Start, der diesmal freilich nicht mit von der Partie ist.

Mit seinem neuen Laufpartner Uwe Ganzenmüller einig ist sich das Stadtoberhaupt darin, dass die neue Panoramalauf-Strecke anspruchsvoller ist als die alte, „weil es die ersten drei Kilometer pausenlos den Berg raufgeht“. Erst wenn man am Rande des Ruheforstes angekommen ist, winkt Entspannung, wenn es dann hinab in Richtung Stauffenburger Hof geht.

Aber kann man bei dieser Sommerhitze überhaupt von Entspannung reden? Schrecken die auch noch fürs Wochenende prognostizierten Temperaturen über 30 Grad nicht eher ab? Philipp Hahn hat damit kein Problem: „Erstens ist der Lauf ja schon vormittags, wenn es noch nicht so heiß ist, und zweitens geht ein Großteil der Strecke durch den Wald.“ Nein, das Bürgermeister-Duo ist überzeugt: Der HZ-Panoramalauf wird eine prima Sache, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Nachmeldungen bis Sonntag, 9 Uhr, möglich


Mitlaufen ist beim HZ-Panoramalauf noch möglich, auch wenn man die günstige Voranmeldung verpasst hat. Nachmeldungen sind am Sonntag, 30. Juni, noch von 7.30 bis 9 Uhr im Weiherstadion möglich. Laufstart ist um 9.30 Uhr. Wem zehn Kilometer zu viel sind, kann auch zum Sparkassenlauf über sechs Kilometer antreten. Der AOK-Kinder- und -Jugendlauf führt um drei Kilometer. Die Nordic Walker starten um 9.35 Uhr.