Rangendingen / Andrea Spatzal In Rangendingen müssen Hundehalter künftig höhere Gebühren zahlen. Jagdhunde sind von der Steuer befreit.

22 Jahre alt ist die Hundesteuersatzung der Gemeinde Rangendingen. Seit 1996 gelten die selben Steuersätze. Aber diese werden nun im Zuge einer Neufassung der Satzung, die der Gemeinderat am Montag verabschiedet hat, deutlich erhöht.

So werden die 66 Euro, die ein Tierhalter bislang pro Hund bezahlt, auf künftig 85 Euro hochgesetzt. Beim zweiten Hund gibt es auch keinen „Mengenrabatt“, sondern der Betrag wird verdoppelt auf 170 Euro (bisher 132 Euro). „Zwei Hunde zu halten, ist als Luxus zu sehen“, begründete Bürgermeister Johann Widmaier die Festsetzung.

Neu eingeführt wird eine Kampfhundesteuer. Um die Haltung von Kampfhunden einzuschränken, werden die Gebühren in diesem Fall bewusst hoch gesetzt – auf 170 Euro. Auch hier wird der Steuersatz beim zweiten Kampfhund verdoppelt. Die Höhe der neuen Kampfhundesteuer soll laut Bürgermeister Widmaier „Lenkungscharakter“ haben.

Die neuen Hundesteuersätze treten am 1. Januar 2020 in Kraft.

Rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres gilt die Steuerbefreiung für „brauchbare Jagdhunde“. Die Hunde müssen eine Prüfung abgelegt haben und der Antragsteller muss im Besitz eines gültigen Jagdscheines sein.