Weilheim Holzdiebe schlagen zu

Nach wie vor erfreut sich Holz mit wachsender Nachfrage als Brennstoff großer Beliebtheit - zunehmend auch bei Holzdieben. Foto: Bernd Ullrich
Nach wie vor erfreut sich Holz mit wachsender Nachfrage als Brennstoff großer Beliebtheit - zunehmend auch bei Holzdieben. Foto: Bernd Ullrich
Weilheim / BERND ULLRICH 06.11.2013
Im Weilheimer Wald ist trotz Sturm, Regen und Hagel alles in bester Ordnung. So lautete das Fazit von Forstoberinspektor Rainer Wiesenberger bei der jüngsten Sitzung des Weil-heimer Ortschaftsrates.

Einen aufschlussreichen Rückblick auf 2013 und eine nicht minder informative Vorschau auf das nächste Jahr gab Forstoberinspektor Rainer Wiesenberger bei der jüngsten Sitzung des Weilheimer Ortschaftsrates.

Seit 2005 könne man im Weilheimer Wald planmäßig arbeiten, ließ Wiesenberger wissen. Ob Gewitterstürme, Hagelschlag oder Starkregen: Der Weilheimer Forst sei kaum nennenswert betroffen gewesen. Die Gemeinden Grosselfingen und Rangendingen beispielsweise habe es in forstwirtschaftlicher Hinsicht wesentlich stärker getroffen. "Weilheim ist relativ gut weggekommen." Windwurf und Borkenkäfer, lange Jahre markantes Gesprächsthema, spielten momentan keine Rolle. Das könne sich, was den Baumschädling angehe, nach den bisher gemachten Erfahrungen schnell ändern. "Unser Blick auf den Borkenkäfer ist geschärft", meinte Wiesenberger. Kultursicherung und Verbissschutz würden planmäßig durchgeführt. "Weilheim ist eine Insel der Glückseligen in einem ruhigen Gewässer", schwärmte der Forstmann. Habe man im laufenden Jahr 457 Festmeter Holz geschlagen, seien 560 Festmeter für 2014 vorgesehen und man liege in der normalen Planung.

"Die Rahmenbedingungen für die Forstwirtschaft sind sehr gut", verkündete der Forstoberinspektor. Ein Drittel des geschlagenen Holzes werde als Brennholz verkauft, wobei die Nachfrage durchgehend hoch sei. Es gebe zwar Preisschwankungen, aber die Entwicklung zeige nach oben. Im Privatwald steckten die größten Reserven. Wiesenberger riet den Besitzern, nicht unbedingt mit Einschlag und Verkauf zu warten. Ein Orkan, der große Flächen niederlege, könne den Verkaufserlös empfindlich schmälern.

Einen Wermutstropfen gibt es: Der Holzdiebstahl hat nach den Worten Wiesenbergers deutlich zugenommen. Er empfahl, abgelängtes und gespaltenes Holz möglichst schnell in heimische Gefilde zu transportieren.

Dem Antrag auf die Pacht eines Flurstückes an der Grosselfinger Straße wurde einstimmig stattgegeben. Einstimmig befürwortet wurde ein Baugesuch "Am Hag". Ebenso wurde der Antrag auf einen unentgeltlichen Begehungsschein einstimmig positiv beschieden.

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