Stetten Hohenzollernpokal - 50 Jahre alt und immer wieder aufgefrischt

Stetten / SWP 16.08.2012
Heute um 17.45 Uhr wird in Stetten das Fußballturnier um den Hohenzollernpokal angepiffen. Damit werden gleich zwei Jubiläen gefeiert.

Zum einen begeht der TSV Stetten/Hechingen in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum, zum anderen wird das Hohenzollernpokalturnier 50 Jahre alt. Anno 1962 wurde es ebenfalls in Stetten ausgetragen. Der TSV Stetten beging damals sein 50-Jähriges, und aus diesem Anlass rief damals der damalige Vereinschef Franz Buckenmaier das Pokalturnier für Fußballvereine rund um den Hohenzollern ins Leben. Als Vorbild diente damals das bereits bestehende Eyachpokalturnier im Raum Haigerloch.

Buckenmaier rief Ende 1961 die Vereine FC Hechingen, Viktoria Hechingen, TSV Stein, TSV Boll, TSV Schlatt, FC Wessingen, FC Thanheim, FV Bisingen, FC Steinhofen und FC Grosselfingen zusammen, und die Resonanz war durchweg positiv: Im Januar 1962 trafen sich die Vertreter dieser Vereine im Gasthaus Bausinger in Stetten zu einer ersten Versammlung. Dem Hohenzollernpokalturnier wurde zugestimmt, eine Satzung wurde ausgearbeitet. Die ersten Wanderpokale wurden gestiftet von Louis Ferdinand Prinz von Preußen und von Friedrich Fürst von Hohenzollern.

Am 23. März 1962 kamen dann die Vertreter der Vereine im Hotel Brielhof zur Gründungsversammlung zusammen. Der Sportverein Viktoria Hechingen hatte kurz davor seine Zusage zurückgezogen, und der SV Rangendingen sprang in die Bresche. Damals wurde das Turnier in zwei Klassen ausgetragen. In der A-Klasse starteten der TSV Boll, der FV Bisingen, der FC Grosselfingen und die Reserve des FC Hechingen, während in der B-Klasse der FC Thanheim, der FC Wessingen, der TSV Schlatt, der FC Steinhofen, der SV Rangendingen und der TSV Stein antraten. Als Veranstalter pausierte der TSV Stetten beim ersten Turnier. Erste Turniersieger wurden der FC Grosselfingen in der A-Klasse und der SV Rangendingen in der B-Klasse.

Als es zu Neugründungen von Sportvereinen kam, stießen die Spfr. Sickingen, der SV Weilheim, und die FV Friedrichstraße zur Pokalgemeinschaft hinzu. Der FC Hechingen stieg im Laufe der Zeit aus dem Wettbewerb aus, dafür kamen der SV Jungingen und der TSV Hausen i.K. dazu, weswegen neben der A- und B-Klasse auch eine C-Klasse eingerichtet wurde. Der TSV Hausen stieg nach einigen Jahren wieder aus dem Wettbewerb aus, aus dem TSV Schlatt und dem SV Jungingen wurde 2004 der FC Killertal, und die FV Friedrichstraße und der SV Weilheim bildeten eine Spielgemeinschaft.

Derzeit gehören 13 Vereine der Pokalturniergemeinschaft an: FC Grosselfingen, SV Rangendingen, TSV Stein, FC Killertal, FV Bisingen, TSV Stetten, TSV Boll, SG Friedrichstraße/Weilheim, FC Thanheim, FC Steinhofen, Spfr. Sickingen, FC Wessingen, und der inzwischen wieder beigetretene FC Hechingen.

Der Austragungsmodus wurde seit 50 Jahren wiederholt geändert. Die erste gravierende Reform gab es 1971 auf Initiative von Harry Pruss, dem damaligen Vorsitzenden des TSV Boll: Es wurden drei Vorturniere eingeführt, und die jeweils zwei Erstplatzierten durften in zwei Gruppen das Endturnier bestreiten. 2001 wurde der Modus dahingehend geändert, dass das Turnier wieder an einem einzigen, verlängerten Wochenende stattfindet. Die jüngste Mini-Reform gabs 2011: Seither ist der Titelverteidiger nicht mehr für den Finaltag gesetzt. Nur der Gastgeber steigt erst am Sonntag ins Turnier ein.

Um die Turnierleitung haben sich sowohl Harry Pruss vom TSV Boll als auch Hans Schwenk vom SV Rangendingen, Letzterer über drei Jahrzehnte, verdient gemacht. Auch Bodo Seidel vom SV Weilheim war organisatorisch tätig. In Zukunft muss der Verein, dem die Austragung des Turniers übertragen ist, dafür sorgen, dass eine Versammlung der beteiligten Vereine einberufen wird, in der dann der Turnierort für die nächste Zeit vergeben wird.

Die Hitliste der Turniersieger

Erfolgreichster Hohenzollernpokalverein ist der SV Rangendingen mit insgesamt 16 Turniersiegen.

Die Rangendinger sind auch Titelverteidiger.

Mit zwölf Siegen folgt der FC Grosselfingen vor dem zehnmal erfolgreichen TSV Boll.

Sechs Turniersiege kann der FV Bisingen verbuchen, fünf der SV Weilheim, je drei der SV Jungingen und der TSV Schlatt, je zwei der FC Thanheim und der TSV Stein, je einen der FC Hechingen, der FC Wessingen und die FV Friedrichstraße.

 

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