Hechingen Hohenzollerisches Landesmuseum zeigt antike Grammophone

Hechingen / HZ 09.08.2012
Grammophone und vielerlei Zubehör aus der Zeit zwischen 1900 und 1960 zeigt eine neue Sonderausstellung im Hohenzollerischen Landesmuseum vom 22. August bis 21. Oktober.

Das Grammophon wurde 1887 von Emil Berliner erfunden. Im Gegensatz zu dem schon zehn Jahre zuvor von Edison erfundenen Phonographen, wird beim Grammophon eine runde Platte (Schalllatte) und nicht eine Walze als Tonträger benutzt. Das Plattenprinzip setzte sich durch und war Jahrzehnte lang Standard.

Ursprünglich bestand die Schallplatte aus einer Zinkplatte, jede musste einzeln hergestellt werden. Ab 1895 waren Schellackplatten der übliche Tonträger. Diese konnten vervielfältigt werden und das Grammophon entwickelte sich so zum Massenprodukt.

Der Trichter diente zur Verstärkung des Schalls. Da ab 1910 die großen Trichter aus der Mode gekommen waren, wurden sie zunehmend in Schränke, Statuen oder auch Stehlampen versteckt. Von 1920 an wurden Koffergrammophone hergestellt, die leicht transportiert werden konnten.

Die Sammlung Geigle, aus der die Sonderausstellung im Hohenzollerischen Landesmuseum bestückt wird, ist eine der größten Grammophonsammlungen Deutschlands überhaupt. Sie umfasst tausende Exponate: Grammophone und andere Geräte zur Musikwiedergabe, Schall- beziehungsweise Schelllackplatten, Blechdosen für Grammophonnadeln, Walzendiktiergeräte, Strohgeigen und vieles mehr. Die Sonderausstellung zeigt daraus einen repräsentativen Querschnitt.

Eröffnet wird die Ausstellung „Antike Grammophone“ am Dienstag, 21. August, um 19 Uhr. Begrüßen wird die Gäste Bürgermeisterin Dorothea Bachmann, in die Ausstellung führt Museumsleiter Dr. Stefan Schmidt-Lawrenz ein.

Aktionen zur Sonder-Ausstellung gibt es am Sonntag, 16. September, wenn das Museumscafé mit Grammophonmusik öffnet und am Samstag, 22. September, findet eine Phono- und Schallplattenbörse statt.

www.hzl-museum.de

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