Hechingen Hiobsbotschaft ist gar keine

KLE 25.01.2014

Die Welt ist gar nicht mehr so groß, wie man immer denkt. Zumindest hat ein Beitrag von Kinder brauchen Frieden, der Ende des vergangenen Jahres in der HZ erschienen ist, in Zentralafrika für einigen Wirbel gesorgt.

Berichtet wurde damals von der Hechinger Hilfsorganisation, dass man aus dem Kongo eine Hiobsbotschaft bekommen hat: Das Welternährungsprogramm der Uno habe seine Unterstützung für das Ernährungszentrum Mont Carmel in Goma beendet und überlasse die betreuten Kinder ihrem Schicksal. Kinder brauchen Frieden, das mit den Bonifatius-Schwestern dort seit Jahrzehnten eng zusammenarbeitet, kündigte daraufhin an, den der Erlös der Aktionen zum Jahresende sämtlich für Goma zur Verfügung zu stellen.

Das war gut gemeint - aber gar nicht nötig. Denn das UN-Welternährungsprogramm hat sein Programm im Kongo nie unterbrochen und führt es wie gewohnt weiter. Die Ernährungshilfe musste lediglich in die Grundversorgung des lokalen Gesundheitszentrums eingebunden werden; dabei hat sich die Uno nach einem Erlass des Gesundheitsministeriums gerichtet. Mont Carmel ist seither in das Gesundheitszentrum integriert.

Dies wiederum ist beim Kontakt zwischen den Schwestern und Kindern brauchen Frieden falsch herübergekommen - und die Falschmeldung, dass das Ernährungszentrum geschlossen sei, war geboren. Cornelia Bierlmeier, die Vorsitzende von Kinder brauchen Frieden, bedauert das Malheur sehr. Die HZ kann sich nur anschließen.