Innenstadtentwicklung Hechinger City Park wird aufgemischt

Ernst Klett 03.01.2018

Mittelfristig drohe wohl die Abrissbirne. So hat es die HZ am Samstag angekündigt, als der überraschende Verkauf des Hechinger City-Parks vermeldet wurde. Daraus haben die neuen Besitzer jetzt ein „langfristig“ gemacht. Andreas Ermantraut, Sprecher der Hechinger EJL-Unternehmensgruppe der Gebrüder Löwenstein, gab am Dienstag Einblick in die Planungen.

Von Plattmachen soll demnach zumindest in den nächsten Jahren keine Rede sein. Ganz im Gegenteil wollen die neuen Besitzer des traditionsreichen Komplexes den City-Park zu einem richtigen Frequenzmacher für die Zollernstadt umgestalten. Das wiederum, so betont Andreas Ermantraut, werde man selbstredend gemeinsam mit den Mietern in die Wege leiten. Nachdem die Firmen zum 1. Januar einen neuen Vermieter bekommen haben, soll möglichst rasch für neuen Wind gesorgt werden. Ermantraut: „Wir suchen jetzt das Gespräch.“ Fest steht wohl für alle Beteiligten, dass der City-Park deutlich mehr Kundschaft verkraften könnte.

Schon vor dem Verkauf ist vom seitherigen Besitzer Alexander Dieringer einiges umgemodelt worden im früheren Volma-Standort, der einst jahrzehntelang die halbe Welt mit Unterwäsche aus Hechingen versorgt hat: Im oberen Stockwerk, wo es im Winter zu kalt und im Sommer zu heiß ist, wird jetzt ausschließlich gelagert und es werden Internet-Geschäfte betrieben. Dieringer selbst bleibt mit seinen Firmen dem City-Park ebenfalls langfristig erhalten. Einen zusätzlichen Mieter gibt es seit Jahresbeginn ebenfalls an der Neustraße: EJL hat eine Firma vom Nasswasen mit in die Innenstadt gebracht.

Die wird mehr und mehr von der EJL-Unternehmensgruppe mit Projekten versorgt. „Hier ist Potenzial“, sagt Andreas Ermantraut, der es als Hechinger Kommunalpolitiker wissen muss. Das erste Vorzeigeprojekt, das Fürstin-Eugenie-Domizil auf dem Gelände des früheren städtischen Altersheims an der Sigmaringer Straße, ist fast fertig und wäre es, wenn die Stadt mit der Umsiedlung ihres Betriebshofes flotter hinkommen würde. Loslegen wollen die Löwensteins noch in diesem Jahr mit der Neubebauung des Gebäudes Marktplatz 3, der einstigen Rathaus-Apotheke, die sich bis über die Kaufhausstraße erstrecken soll. Am Obertorplatz werden seit geraumer Zeit ebenfalls Pläne geschmiedet. Eine endgültige Entscheidung ob hop oder top soll in diesem Monat fallen.

Im besten Falle wären es dann vier ebenso heiße wie wichtige Eisen, an denen EJL schmiedet. Andreas Ermantrauts Fazit: „Für uns ist Hechingen ein Gesamtprojekt.“