Burg Hohenzollern/Berlin / dpa  Uhr
Georg Friedrich von Preußen, Chef des Hauses Hohenzollern, fordert vom Bund und von den Ländern Berlin und Brandenburg Tausende von Kunstwerken zurück. Auch auf ein Wohnrecht im Potsdamer Schloss Cecilienhof pocht er.

Es ist eines der großen bundesweiten Themen des Wochenendes. Sogar die „Tagesschau“ berichtete am Samstagabend in ihrer 20-Uhr-Ausgabe ausführlich: Das Haus Hohenzollern, vertreten durch sein Oberhaupt Georg Friedrich von Preußen, verhandelt mit der öffentlichen Hand über die Rückgabe von Tausenden von Kunstobjekten.

Bei den Gesprächen mit Bund, Berlin und Brandenburg gehe es um eine dauerhafte Gesamtlösung für verschiedene Kunst- und Sammlungsgegenstände, hieß es am Freitag aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ berichtet.

Die Gespräche liefen bereits seit mehreren Jahren. „Zurzeit liegen die Verhandlungspositionen immer noch sehr weit auseinander“, hieß es. Hintergrund sei ein Gesetz aus dem Jahr 1926 über die Vermögensauseinandersetzung zwischen dem damaligen Staat Preußen und dem Haus Hohenzollern. Nun gehe es unter anderem um rechtliche Unklarheiten im damaligen Vertrag.

Bei den Objekten handele es sich um Sammlungsobjekte, die sich vor allem bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und beim Deutschen Historischen Museum befänden. „Darunter befinden sich auch Gegenstände und Gemälde von erheblichem Wert und historischer Bedeutung“, hieß es. Laut „Tagesspiegel“ geht es zudem „um ein dauerhaftes unentgeltliches Wohnrecht im Potsdamer Schloss Cecilienhof oder zwei anderen Schlossvillen“. dpa