Rangendingen Harte Nuss erfolgreich geknackt

Bietenhausen / ks 11.06.2018
Viele Verletzte in kurzer Zeit gerettet: Die Rangendinger Gesamtwehr hat in Bietenhausen gezeigt, was sie drauf hat.

Knapp 50 Einsatzkräfte hatten am Samstag eine harte Nuss zu knacken: Menschenrettung, der Aufbau einer Wasserversorgung und die Brandbekämpfung. Der durchaus realistische Übungsfall stellte sich für die Männer der  Feuerwehren Rangendingen, Höfendorf und Bietenhausen so dar: In der Werkstatthalle der Firma Holzbau Leins in Bietenhausen kommt es zu einem Feuer, und wegen des starken Rauchs im Treppenhaus gelingt es den Arbeitern nicht mehr rechtzeitig, sich in Sicherheit zu bringen. Einige der 23 Eingeschlossenen, dargestellt  von den Löschzwergen, riefen  aus dem Fenster an der Giebelseite um Hilfe.

Binnen weniger Minuten nach dem Brandmeldealarm bei der Leitstelle traf das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Höfendorf, dicht gefolgt vom Bietenhausener Fahrzeug, ein. Der Alarmierungsplan sieht vor, dass immer die Abteilung Rangendingen mit ausrückt. Insgesamt standen sieben Fahrzeuge auf dem Hof und den angrenzenden Straßen. Der stellvertretende Höfendorfer Kommandant, Siegfried Grupp, kommentierte über Lautsprecher. Und er betonte: Die Abteilung Höfendorf ist mit der Löschgruppe Bietenhausen zu einer schlagkräftigen Truppe geworden.

 Das Interesse an der Gesamtwehrübung war groß. Rund 60 Menschen sahen, wie flink die Feuerwehrleute aller Abteilungen Hand in Hand arbeiteten. Außerdem schauten die Kommandanten der benachbarten Feuerwehren Haigerloch und Hirrlingen sowie die Vertreter des THW-Ortsverbands Hechingen zu. Rasch bauten die Feuerwehrleute die Wasserversorgung auf. Links und rechts des Werkstattgebäudes entstanden Riegelstellungen. Atemschutztrupps konzentrierten sich auf die Menschenrettung. Über eine Steckleiter hatten weitere Feuerwehrmänner einen Großteil der Eingeschlossenen in Sicherheit gebracht. Einsatzleiter Frank Oberparleiter behielt den Überblick. Bei ihm liefen die Fäden zusammen.

 Nach 30 Minuten war die Menschenrettung erfolgreich abgeschlossen. „Für eine solch große Zahl an Verletzten ist das eine sehr gute Zeit“, bemerkte Siegfried Grupp. Riegelstellungen lassen festzustellen, ob der Wasserdruck ausreichend ist. Im Ernstfall ist man in diesem Wohngebiet auf die Druckleitung vom Friedhof herab angewiesen. Grupp: „Ohne sie sähe es schlecht aus.“

Rangendingens Gesamtwehrkommandant Christian Hermann war mit der 45-Mituten-Übung zufrieden. „Alles hat gut funktioniert. Es ist wichtig, Ortskenntnisse zu haben“, lobte er zum Schluss die in Reih und Glied angetretenen Feuerwehrleute. Zu den Gästen sagte er: „Ich will auch die Werbetrommel für den Nachwuchs rühren. Alle drei Abteilungen brauchen Nachwuchs. Den Anfang haben wir bereits geschafft.“

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Abteilungen hat die Rangendinger Gesamtwehr – mit unterschiedlicher Bezeichnung: Rangendingen und Höfendorf sind Einsatzabteilungen, Bietenhausen hat eine Löschgruppe.

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