Die Stadt Hechingen bekommt – wie in der HZ schon kurz gemeldet – vom Land Baden-Württemberg Fördermittel zum Ausbau des Glasfasernetzes in Höhe von 340 429 Euro. Am vergangenen Freitag nahm Bürgermeister Philipp Hahn den Förderbescheid in Stuttgart aus den Händen von Thomas Strobl, Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration in Baden-Württemberg, entgegen.

Neben Hechingen erhielten rund 50 weitere Kommunen und Landkreise aus ganz Baden-Württemberg ihre Förderbescheide. Innenminister Strobl erinnerte in seiner Ansprache an seine 2016 getroffene Aussage: „Wir wollen den letzten Schwarzwaldhof mit schnellem Internet versorgen.“ Und: „Es darf keine Stadt-Land-Gefälle geben.“ Bis dato hat das Land die Kommunen mit 380 Millionen Euro gefördert, vom Bund gibt es ebenfalls Fördermittel. Zukünftig werden von Bund und Land 90 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen – wenn Kommunen in das Glasfasernetz investieren.

Die Fördersumme für Hechingen teilt sich in zwei Positionen auf: Die größere mit rund 320 000 Euro ist für die Erweiterung des Backbone-Netzes zwischen Schnellengarten und Max-Eyth-Straße und den Ausbau des Glasfasernetzes in der Brunnenstraße bestimmt. Das sogenannte Backbone-Netz ist das Rückgrat, gewissermaßen die Hauptschlagader des geplanten Glasfasernetzes. Von diesem werden die Glasfaserstränge abgezweigt, die schließlich zu den Endabnehmern führen. Dies können entweder Anschlüsse bis zum Gebäude (FTTB = fiber to the building) oder bis zu einem Verteiler sein, von wo es mit dem vorhandenen Kupferkabel weitergeht (FTTC = fiber to the curb; curb = Verteiler). Die Anschlüsse in der Brunnenstraße gelten den dortigen Gewerbebetrieben und werden bis zum Gebäude geführt. Zusammen mit dem Backbone-Netz werden insgesamt 2,8 Kilometer Erdkabel verlegt.

Rund 20 000 Euro werden vom Land zur Verfügung gestellt, um das Hechinger Backbone-Netz an die kreisweite Hauptleitung anzubinden. Diese Leitung wird von Grosselfingen her über Strommasten geführt und endet in der Hechinger Nierlochstraße, von wo dann die Hechinger Backbone-Achsen abgezweigt werden. Für die Zukunft ist auch hier ein Erdkabel geplant.