Es war nur eine kleine Delegation des Hechinger Gymnasiums und der Gemeinschaftsschule Rangendingen-Hirrlingen, aber die hatte eine Menge an Informationen und Impressionen im Gepäck und konnte damit richtig punkten: „Für unseren tollen Messestand haben wir viel Lob bekommen“, berichtet Studiendirektorin Uta Schoder. Sie hat die erste Sommerschule in Hechingen unter dem Motto „Wir erklimmen den Berg – an Defiziten arbeiten – Ängste überwinden – Persönlichkeit stärken – Teamgeist entwickeln“ organisiert und ihr großes Engagement hat sich ausgezahlt.

43 Schülerinnen und Schüler  drückten schon eine Woche vor Ende der Sommerferien die Schulbank und bereiteten sich damit nicht nur optimal für das neue Schuljahr vor, sondern hatten auch eine Menge Spaß. Denn nach Mathe, Deutsch und Englisch am Nachmittag gab es nachmittags Workshops: Klettern mit dem Deutschen Alpenverein, teambildende und gruppendynamische Spiele und Übungen mit Schulsozialarbeiterin Verena Barth und ein Zeitungsprojekt mit der Hohenzollerischen Zeitung. Die HZ als Medienpartner produzierte während der Woche täglich Sommerschule-Sonderseiten und lieferte dadurch natürlich jede Menge Fotos und Berichte, die jetzt beim Fachtag der Öffentlichkeit präsentiert werden konnten. Weitere Sponsoren waren die Karl-Schlecht-Stiftung, das Hechinger Sportgeschäft Sport 2000 Insider Sport sowie der Förderverein des Gymnasiums.

Auf dem „Marktplatz“ im Rahmen des Fachtages präsentierten sich etwa 20 der insgesamt 50 Sommerschulstandorte. Für das Gymnasium Hechingen und die GMS Rangendingen-Hirrlingen war eine kleine Delegation,  bestehend aus Uta Schoder und Fabian Welsch, Lehrern des Gymnasiums, Lisa Schaal, Lehrerin der GMS, und Jakob Streich, einer der zehn Jugendbegleiter, die während der Sommerschule als Bindeglied zwischen den Lehrern, Kooperationspartnern und Schülern und eine wichtige Rolle spielten und diese mit Bravour meisterten.

Neben zahlreichen Vertretern des Kultusministeriums besuchte in Vertretung der Kultusministerin Vittorio Lazaridis, Ministerialdirigent und Leiter der Abteilung „Allgemeinbildende Schulen“ des Kultusministeriums alle Stände. Auch er zeigte sich von der Präsentation aus dem Hohenzollerischen sehr beeindruckt. Die Sommerschule 2019 in Hechingen war übrigens die erste und einzige im gesamten Zollernalbkreis.

Nachhaltigkeit und Sprache

Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann ist eine glühende Befürworterin des Prinzips Sommerschule: „Die enge Verzahnung von schulischem Lernen und Vertiefen, verknüpft mit Themen wie Erlebnispädagogik, Natur und Umwelt, Musik, Kunst, Sport oder Digitales macht die Sommerschule attraktiv und besonders erfolgreich“, sagt sie. Lernen und gleichzeitiges Erleben stärke das Selbstbewusstsein der Schüler, fördere deren Ansporn und steigere somit die Lernchancen und auch Leistungen der Kinder. Daher habe der Fachtag, den das Kultusministerium in Zusammenarbeit mit der Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken (aim) veranstaltet, einen hohen Stellenwert. „Die Anregungen, die wir dort bekommen, werden Grundlage für den weiteren Qualitätsausbau der Sommerschulen sein“, so die Ministerin.

Nachhaltigkeit, Sprachförderung und Sprachdiagnostik waren Kernaspekte des Fachtags für die Verantwortlichen, die Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler, für Hochschulen und Universitäten, Schulämter, Kommunen, Landkreise und weitere Kooperationspartner der Sommerschulen. Thematisiert wurden diese auf unterschiedlichste Weise: Neben der Profilmesse, auf der sich die Standorte vernetzen und austauschen konnten, gab es Impulsvorträge, die Best-Practice-Beispiele zeigten und Infos für Neuinteressierte bereithielten sowie Fachforen, die einen Blick über den baden-württembergischen Tellerrand ermöglichen und das Zusammenspiel mit externen Partnern und dessen Auswirkungen auf die Qualität des Angebots erörterten.

Ferienangebot, das es in sich hat

„Dieses Ferienangebot bietet Ansätze, wie Schülermotivation und Lernleistungen gerade bei Lern- oder Leistungsschwächeren verbessert werden können – und für mich muss das so früh wie möglich ansetzen“, betont die Ministerin und dankte in diesem Zusammenhang allen an den Sommerschulen Beteiligten für deren großes und wichtiges Engagement, ohne das das Landesprogramm nicht den gegenwärtigen Erfolg haben könnte. Eisenmann: „Sie sorgen dafür, dass Schülerinnen und Schüler mit schulischen Herausforderungen eine Chance erhalten, wieder Anschluss zu finden – und damit auch die Lust zum Lernen wieder zu bekommen.“

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Das Landesprogramm „Sommerschulen Baden-Württemberg“ besteht seit 2011 und findet mittlerweile an mehr als 50 Standorten im Südwesten statt. Schülerinnen und Schüler aller Schularten können ihre schulischen Kompetenzen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch (an den weiterführenden Schulen) weiterentwickeln und sind somit startklar für das neue Schuljahr. Zuständig im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Stuttgart ist Rolf Ackermann (Referat 45 Weiterbildung). Internet: http://sommerschulen-bw.de/

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