Am Hechinger Gymnasium wurden am Mittwoch die runderneuerten Räume des Fachbereichs Biologie und ein neuer Werkraum offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Die Investition betrug 1,62 Millionen Euro. Aus dem Kommunalen Sanierungsfonds des Landes Baden-Württemberg gab es Fördermittel in Höhe von 100 000 Euro. Ein weiterer Landeszuschuss aus dem Programm zur Förderung des Schulhausbaus ist beantragt.

„Es war ein sportliches Vorhaben“, stellte Schulleiterin Melanie Dreher am Mittwoch bei der Übergabe der neuen Räume fest. „Aber wir sind punktgenau fertig geworden“, freute sich Erste Beigeordnete Dorothee Müllges über das erfolgreiche Bauprojekt. Insgesamt habe die Stadt Hechingen dieses Jahr drei Millionen Euro in die Modernisierung der Schulgebäude in investiert. Neben dem Gymnasium flossen Investitionen in die Grundschule Sickingen und in die Realschule. „Und auch nächstes Jahr wird es weitergehen“, kündigte Müllges an.

In vier Monaten Bauzeit

Die Arbeiten im Gymnasium haben an Ostern begonnen und nahmen, nach einer kurzen Pause während der Abiturprüfungen, an Pfingsten richtig Fahrt auf, erläuterte Michael Werner vom Fachgebiet Bau der Stadt Hechingen. Die ursprünglich in zwei Bauabschnitten geplanten Arbeiten konnten in Abstimmung mit der Schule und den Planern, in einem Schwung und in nur vier Monaten bewältigt werden. „Kurz und schmerzvoll“, brachte es Michael Werner auf den Punkt. Aber dieser Weg habe sich als der richtige erwiesen.

Mit dem Fachbereich Biologie ist zugleich die umfangreiche Sanierung aller naturwissenschaftlichen Räume des Gymnasiums abgeschlossen worden. Die Fachbereiche Naturwissenschaft und Technik (NWT), Chemie und Physik wurden bereits in den Jahren 2009 bis 2013 umgebaut und saniert.

Alle Fachräume wurden neu strukturiert, um den Anforderungen zu entsprechen, die sich aus aktuellen Bildungsplänen des Landes Baden-Württemberg ergeben. Insbesondere die Ausstattung wurde auf den heutigen Stand der Technik gebracht. Die alte Ausstattung hatte schon gut und gerne 30 Jahre auf dem Buckel. Ein Schülerpraktikum war unter diesen Bedingungen nicht möglich.

In das Raumkonzept für den Fachbereich Biologie wurden zwei bisherige Klassenräume mit einbezogen, so dass jetzt vier (bisher drei) Lehrsäle sowie zwei Räume (bisher einer) für Vorbereitung/Sammlung zur Verfügung stehen. Einer der Bio-Lehrsäle wird auch für NWT genutzt. Im Zuge der Rückbauarbeiten mussten außerdem vorhandene Brandschutzmängel der Tragkonstruktion behoben und durch den Einbau zusätzlicher Türen ein zweiter Rettungsweg hergestellt werden.

Zusätzlicher Werkraum

Zusätzlich wurde der bisherige Klassenraum 208 in einen zusätzlichen Werkraum mit acht Arbeitsplätzen umgebaut. Sie ergänzen die vorhandenen 32 Arbeitsplätze in den bestehenden Räumen 216 und 218. Auch hier richtet sich der Bedarf nach den neuen Bildungsplänen, die den Schwerpunkt im Profilfach NWT in Richtung Technik verschoben haben.

Dass die Bauarbeiten in dieser kurzen Zeit und unter laufendem Schulbetrieb über die Bühne gingen, habe „höchste Anstrengung in Organisation und Planung erfordert“, sprach Michael Werner der Schule, den Handwerkern und Planern ein großes Lob aus. „Alle haben an einem Strang gezogen.“

Mit den baulichen Planungen war das Architekturbüro Supper Heinemann Architekten, Gammertingen, beauftragt worden, mit der Planung der Elektro- und Netzwerktechnik das Ingenieurbüro Strehlau Gebäudetechnik, Bitz.

Auf dem Stand von morgen

Diplom-Ingenieurin Margit Supper gab das Lob zurück an die Stadt Hechingen für die gute Zusammenarbeit. Für die Vorplanungen zeichnet Architektin Theresia Kleindienst vom Fachgebiet Bau verantwortlich. Der Hausmeister des Gymnasiums, Andreas Pflumm, sei jederzeit als Ansprechpartner und „Speerspitze vor Ort“ gewesen. Die Ausstattung sei von „außerordnentlich hoher Qualität“, stellte Margit Supper fest. „Die Fachräume sind nicht nur auf dem heutigen Stand, sondern auf dem Stand von morgen.“

Besonders hervorgehoben wurde das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer der Fachschaft Biologie bei der Detailplanung der Inneneinrichtung. „Wir waren immer mit eingebunden und konnten unsere Ideen und Vorstellungen einbringen“, sagte abschließend Schulleiterin Melanie Dreher.

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