Ein Passant bricht vor Ihnen auf der Straße zusammen, ein Kollege im Büro – Herzstillstand durch Kammerflimmern. Es kann jeden Treffen (Tendenz ab 60 zunehmend), meist kommt es ohne Vorwarnung. Damit aber beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Bei dem Sie helfen können, diesen zu gewinnen. „Bei Erster Hilfe kann man nichts falsch machen“, versichert Ronnie Frick vom DRK Hechingen. Der einzige Fehler wäre: Gar nichts zu tun.

Denn jetzt muss es schnell gehen. Wenn das Herz nicht mehr das Blut durch den Körper pumpt, fehlt dem Gehirn der lebensnotwendige Sauerstoff. Mit jeder Minute, die verstreicht, sinkt die Überlebenschance um zehn Prozent. Eine Herz-Druck-Massage kann den Notfallkreislauf aufrecht erhalten, aber nicht wieder das Herz in die richtige Spur bringen. Um so wichtiger ist es, dass ein Defibrillator greifbar ist – und benutzt wird. Und das ist einfach. Das kann jeder. Und das sollte jeder. „Der rasche Einsatz eines Defibrillators sorgt für eine bis zu 80 Prozent höhere Überlebenschance, als wenn eben nichts passiert“, sagt DRK-Einsatzleiter Tobias Kopf.

Keine Angst vor dem Defi

Immer mehr – vor allem öffentliche – Gebäude werden inzwischen mit Defis ausgestattet. Es geht um möglichst kurze Wege. Gerade kirchliche Gebäude – ob Kirche oder Gemeindehaus – liegen in der Regel sehr zentral. Die katholische Kirchengemeinde St. Luzius möchte weitere der Lebensretter für Hechingen und alle Stadtteile anschaffen. Mit unseren „Guten Taten“ wollen wir die Kirche dabei unterstützen. Und sind dabei wiederum auf Ihre Spenden angewiesen.

Ein Defi ist ein kleines, tragbares Gerät – und so konstruiert, dass tatsächlich jeder Laie es anwenden kann. Ziel ist es, durch gezielte Elektroschocks das Herz dazu anzuregen, wieder gleichmäßig zu schlagen.

Was sollten Sie also im Notfall unbedingt tun? Wichtig ist es, einen Notruf abzusetzen (112). Dann schnappen Sie sich den nächsten Defi. Wie kommen Sie da ran? Sie schlagen mit dem kleinen Hammer das Glas des Schlüsselkästchens ein, nehmen den Schlüssel heraus, sperren den Defi-Kasten auf. Dann wird’s laut, und das soll auch so sein. Es wird Alarm ausgelöst, damit auch wirklich jeder merkt, dass hier etwas nicht stimmt, dass jemand Hilfe braucht – und Sie vielleicht Unterstützung. Wenn die Nachbarn zusammenlaufen, um so besser.

Kinderleicht zu bedienen

Der Defi ist einsatzklar, und wirklich kinderleicht zu bedienen. Denn eigentlich macht er alles selbst. Sie müssen nur auf den nicht zu übersehenden Startknopf drücken – und schon geht’s los. Folgen Sie einfach den Anweisungen, die sie (deutlich und sehr laut!) hören. Die ganzen Anweisungen gibt es sogar noch einmal auf dem Monitor in einfacher Bildersprache (selbst wer kein Deutsch kann, hat also kein Problem).

Das Gerät erkennt, einmal auf dem Brustkorb angebracht, den Herzrhythmus, sagt, ob zum Beispiel noch ein Elektroschock notwendig ist; das ist der einzige Knopf, der dann tatsächlich noch einmal von Ihnen zu drücken wäre. Sie können nichts falsch machen!

Zweite Aktion: Friedhofscafé

Unsere „Guten Taten“ kommen auch in diesem Jahr übrigens wieder nicht nur einer Aktion zugute. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, könnte ein Friedhofscafé ein Ort des Trostes in all der Trauer sein. Dafür setzt sich die Hospizgruppe Zollern ein.

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Guten Taten Wir freuen uns über jede Gabe – sei es fürs Friedhofscafé oder die Defibrillatoren. Die IBAN-Nummer des Spendenkontos für die HZ-Weihnachtsaktion lautet: DE 20 6535 1260 0077 0400 00. Der BIC-Code der Sparkasse Zollernalb: SOLADES1BAL. Bitte vermerken Sie, für welches der beiden Projekte Sie spenden möchten; tun Sie das nicht, dann geht Ihre Spende je zur Hälfte an die beiden Projekte. Ferner bitten wir Sie kenntlich zu machen, ob Sie als Spender in der HZ genannt werden möchten – oder nicht.