Hechingen Gute Gastgeber für die Tennisspielerinnen

Das Ehepaar Dieter und Gisela Weigold beherbergt seit vielen Jahren Spielerinnen der boso Ladies Open.
Das Ehepaar Dieter und Gisela Weigold beherbergt seit vielen Jahren Spielerinnen der boso Ladies Open. © Foto: Bernd Ullrich
Hechingen / Bernd Ullrich 11.08.2018
Die Teilnehmerinnen an den boso Ladies Open finden bei Gisela und Dieter Weigold eine perfekte Unterkunft.

Von der ersten bis zur dato jüngsten Auflage der Hechinger boso Ladies Open, früher nur Ladies Open, sind Dieter und Gisela Weigold als Gastgeber für Spielerinnen mit dabei.

Eigentlich bräuchte Annerose Frommer, für die Unterkunft und Unterbringung der Spielerinnen während des Turnieres zuständig, bei Familie Weigold gar nicht anrufen. Aber der Höflichkeit und Wertschätzung gehorchend, tut sie es dennoch – und kennt die Antwort schon vorher. „Natürlich nehmen wir wieder ein oder zwei von den Mädchen.“ Das war von Anfang an so. Beherbergten sie früher nur eine Spielerin, sind es seit zehn Jahren zwei.

Für das Ehepaar, langjähriges Mitglied des Vereins, war das von Anfang an, also schon vor 21 Jahren, keine Frage. „Wir haben Platz und wir möchten das einfach so“, sagen die beiden unisono. Es ist einfach ihre Art,  sich innerhalb des Clubs ehrenamtlich einzubringen. Und damit sind sie nicht allein, denn gerade bei dem großen Turnier sieht man, wie viele Leute sich, ohne einen Cent Bezahlung, einklinken und einfach zur Stelle sind, wenn es gilt.

Die Spielerinnen, die bisher bei der Familie Weigold logierten, kommen aus aller Herren Länder, sowohl aus Europa als auch dem außereuropäischen Raum. Manche Spielerin kam auch über mehrere Jahre, wie etwa Lydia Steinbach. Zu mancher Spielerin hat man auch über Jahre Kontakt, sogar bis Australien. Einiges hat sich im Laufe der Zeit geändert. „Die Mädchen und jungen Frauen sind gesundheits- und ernährungsbewusster geworden und Alkohol spielt in aller Regel für sie keine Rolle. Seit zwei, drei Jahren kommen die Spielerinnen auch verstärkt mit dem eigenen Auto“, stellt Gisela Weigold fest. „Und sie sind alle sehr zielstrebig,“ ergänzt ihr Mann. „In der Regel ziehen sie sich gegen 21 Uhr zurück und gehen früh zu Bett.“

Die Weigolds haben bisher mit ihren Gästen nie Probleme gehabt. Die Mädchen sind unkompliziert, bescheiden und dankbar. Sie bekommen einen Hausschlüssel, den sie am Ende ihres Aufenthaltes wieder abgeben. Und sie verlassen ihre Zimmer stets aufgeräumt. „Unser Vertrauensvorschuss wurde nie enttäuscht“, bestätigen beide Eheleute, und meinen gleichzeitig, dass alles viel professioneller geworden sei.

Dieter Weigold, der dem Fahrdienst angehört, und pro Tag in Spitzenzeiten 15 bis 20 Touren  fährt, hat noch ein Lob für die Spielerinnen parat. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie sehr pünktlich sind.“ Übrigens, die Unterhaltung daheim und auch im Auto erfolgt mit denen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, auf Englisch. „Und das klappt auch ganz gut.“ Für beide Seiten sieht es nach einer Gewinnsituation aus. Gastgeber und Gast erweitern ihr Wissen und ihre Erfahrung im Umgang mit anderen Menschen und anderen Kulturen.

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