Eine gute und eine schlechte Nachricht von der Grundschule Hechingen gab es am Tag nach dem großen Informationsabend zum Thema Lehrermangel und drohende Klassenauflösungen.

Die gute Nachricht: Die 2c bleibt zusammen

Die gute lautet: Die Klasse 2c, deren Auflösung eigentlich schon beschlossene Sache war, darf doch beisammen bleiben. Die Prüfung am Freitagmorgen in Anwesenheit des zuständigen Schulrates bestätigte, was sich schon am Donnerstagabend abzeichnete: Es findet sich kein sinnvoller Weg, die 23 Buben und Mädchen aus der 2c auf die Parallelklassen zu verteilen. Rektorin Alexandra Gruler-Baeck ließ die HZ wissen: „Die Sache ist praktisch vom Tisch.“

Die schlechte Nachricht lautet: Die mit Lehrerstunden aktuell deutlich überversorgte Grundschule Hechingen muss trotzdem (vorübergehend) zwei Lehrerinnen abgeben und für den Rest des Schuljahres auf 55 Deputatsstunden verzichten. zwei Klassenlehrerinnen aus den Jahrgangsstufen 1 und 3. Eine davon wird „aus dienstlichen Gründen“ nach den Fasnetsferien an die Grundschule Geislingen abgeordnet, die andere voraussichtlich nach Rangendingen. An beiden Schulen ist die Personalnot groß. Die Abordnungen erfolgen jedoch auf Zeit. Das heißt: Die beiden Lehrerinnen bleiben dem Stamm der Grundschule Hechingen erhalten.

Rektorin sucht „Einzellösungen“

Alexandra Gruler-Baeck hat nun die „sehr schwierige und schmerzhafte“ Aufgabe, eine Lösung zu finden, um diesen Ausfall abzufedern. Funktionieren soll das – so lautet die Vereinbarung – „definitiv ohne weitere Klassenauflösung“. Die 3e aus der Zollerschule, deren Kinder teils nach Stetten, teils an den Schloßberg wechseln, soll die einzige Klasse sein, die auseinandergerissen wird. Um die zweite wegfallende Lehrkraft zu ersetzen, sucht Gruler-Baeck nun „Einzellösungen“ mit „möglichst geringen Schülerbewegungen“. Nicht völlig ausschließen will sie, dass zwei kleine Klassen zusammengelegt werden müssen. Doch zunächst müsse sie „noch viele Gespräche führen“, so die Rektorin.

Kein Zeitdruck vor den Fasnetsferien

Dafür wird ihr Zeit gegeben. Den Druck, alles noch vor den Fasnetsferien zu regeln, habe das Schulamt jetzt „rausgenommen“. Denn erst wenn in Hechingen eine konstruktive Lösung gefunden ist, muss die zweite Lehrkraft gehen. „Und sobald Klarheit herrscht, wird das auch kommuniziert“, verspricht die Schulleiterin.

Was bisher geschah: