Hechingen Grüne schauen mit dem Elektroauto bei der Hohenzollerischen Landesbahn vorbei

Der Arbeitskreis Verkehr der Fraktion Grüne machte bei der HzL Halt und sprach mit den Vorsitzenden Hans Joachim Disch und Walter Gerstner.
Der Arbeitskreis Verkehr der Fraktion Grüne machte bei der HzL Halt und sprach mit den Vorsitzenden Hans Joachim Disch und Walter Gerstner. © Foto: Midinet
Hechingen / JUDITH MIDINET 23.08.2012
Der Arbeitskreis Verkehr der Fraktion Grüne hielt mit dem Elektroauto in Hechingen. Bei der HzL diskutierte er über die Zukunft des Schienenverkehrs.

„Wir sind gewählt worden, weil wir etwas für den Klimaschutz tun sollen“, sagte Andreas Schwarz, Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehr und Infrastruktur und stellvertretender Vorsitzender der Fraktion Grüne im Landtag, gestern im Gespräch mit den Vorstandsvorsitzenden der Hohenzollerischen Landesbahn. Die Landtagsabgeordneten machten auf ihrer Elektromobilitäts-Tour mit zwei Elektroautos auch Halt in Hechingen. Klimaschutz bedeute immer auch Verkehr, erklärte Schwarz die Initiative. Der Schienenverkehr für Personen und Güter habe dabei eine große Bedeutung. Besonders um den Individualverkehr im ländlichen Raum auf die Schiene umzulenken, müsste die Infrastruktur verbessert werden.

Ein Vorschlag des Arbeitskreises Verkehr war es, den „Bundesschienenweg in regionale Hand zu geben“. Dazu bräuchte es mehr Unternehmen wie die HzL, um eine „heterogene Landschaft“ zu schaffen. „Dies ist wichtig, dass bei Ausschreibungen auch gute Angebote kommen“, sagte der Vorsitzende.

Hans Joachim Disch, Vorstandsvorsitzender der Hohenzollerischen Landesbahn, begrüßte diesen Austausch. Die HzL habe Einiges vor im Wettbewerb und die Aussichten seien in Anbetracht der Fahrgastentwicklungen gut. Allerdings sei es im städtischen Raum besser den Nahverkehr mit Masse auszulasten. Nur ein Wagen mehr am Zug verursache Kosten in Höhe von 2,2 Millionen Euro. „Das rechnet sich nie“, sagte Disch. Um langfristig planen zu können seien Unternehmen wie die HzL auf bestehende Verträge mit dem Land und Bund angewiesen. „Blitzschnell aus der Hüfte schießen geht in diesem Metier nicht“, erklärte Disch. Deshalb sei es wichtig, dass man eine Nachfolgeregelung für das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) finde. Diese Bezuschussung läuft bis 2019 aus, das heißt es gebe keine Bundesgelder mehr, um den Nahverkehr zu verbessern. Länder, Kommunen und die Unternehmen müssten die Kosten tragen. „Ohne diese Zuschüsse könnten Projekte wie das elektronische Stellwerk in Gammertingen nicht finanziert werden“, erklärte Disch.