Narren und Besucher so weit das Auge reicht gaben sich am Sonntag zum elfjährigen Jubiläum des Narrenvereins Hart in Haigerlochs kleinstem Stadtteil ein närrisches Stelldichein.

Nach dem ersten gemeinsamen Treffen der Haigerlocher Narrenvereine am Freitagabend (wir berichteten) und Showtänzen am Samstag (wir werden noch berichten) gab es am Sonntag bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen einen über zweistündigen großen bunten Umzug mit über 2500 Hästrägern und Musikern aus der näheren und weiteren Umgebung, den wohl rund 3000 Besuchern bestaunten.

Fröhliche Herzen in der Kirche

Eingeläutet wurde der gestrige Jubiläumssonntag um 10 Uhr mit einem närrischen Wortgottesdienst mit Hästrägern in der Kirche unter dem Motto „Ein fröhliches Herz macht das Gesicht heiter“. Für diesen zeichnete Melanie Mesam verantwortlich.

Um 11 Uhr schloss sich ein froher Zunftmeisterempfang an, bei dem die Harter Närrinnen und Narren zu ihrem Geburtstag viele närrische Glückwünsche entgegennehmen durften.

Dann gab es kein Halten mehr und draußen vor dem alten Rathaus erklangen die ersten Schellen der eintreffenden Narrengruppen. Um 13.30 Uhr nahm der bunte Narrentross seinen Weg durch den Ortskern in Richtung Eichwaldhalle. Vorne weg blies der Musikverein Hart den einheimischen Narrengruppen mit Tanzgarde, Oachwald Hexen, Zigeuner, Speckfresser und der neuen Narrenfigur, der Hartemer Wildsau, gehörig den Marsch.

Gäste aus dem schwarzen Wald

Mit Großaufgebot waren die Narrenvereine aus der Gesamtstadt Haigerloch gekommen, ebenso aus der Nachbarschaft Rangendingen die Narrenzunft Jägi samt Hauburgband, die Mönchsgraben Hexen und die Original Alemannen sowie die Gymnastikgruppe Höfendorf und „D‘Schugger“ Bietenhausen.

Bisingen war mit den Nichthuldigern und Kirchamäus, den Butzen und Hexen sowie den Gempleswater aus Wessingen vertreten. Grosselfingen hatte die Dalbach-Hexen nach Hart geschickt.

Aus Hechingen kamen die Bachlumpen, die Zoller Hexen, die Hagenmannhexen, die Guggenmusik Schnorchelhuaschter, die Hutzlabäuch Weilheim, die Narrenzunft Schlatt, die Sadbolla Stein sowie die Ehrenwald Dister und die Narrenfreunde Waldschrat aus Bechtholdsweiler.

Narrenvereine aus dem Empfinger, Horber, Geislinger, Starzacher, Burladinger und Tübinger Raum vervollständigten das tolle bunte Bild, wobei jeweils Musikkapellen, Fanfarenzüge und Guggenmusiken für den richtigen närrischen Ton sorgten.

Die weiteste Anreise hatten die Narrengruppe Nebenhöhle von der Schwäbischen Alb und die Kniebis Sinfoniker aus dem Schwarzwald.

Auf der Ehrentribüne verfolgten Bürgermeister Heinrich Götz und Ortsvorsteher Thomas Bieger das närrische Geschehen, welches Schriftführer Ingo Biesinger kommentierte.

Ausreichend Besenwirtschaften und Stände der örtlichen Vereine entlang der Umzugsstrecke sorgten für die Bewirtung von Narren und Gästen. Nach dem Umzug wurde weiter ausgiebig und zünftig im Ortskern und in der Eichwaldhalle mit angebautem Barzelt Fasnet gefeiert.

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