Manchen mag der Schnee fehlen. Aber auf der derzeit größten Innenstadt-Baustelle Hechingens sorgt der bislang milde Winter für einen erstaunlich zügigen Baufortschritt. Am Montag dieser Woche wurden die Arbeiten auf dem Obertorplatz nach der kurzen Winterpause fortgesetzt. Mit Hochdruck gearbeitet wird, so lässt die Stadt in einer Pressemitteilung wissen,  an der Erneuerung des Abwasserkanals und der  Hausanschlüsse. Wegen der günstigen Witterung geht dies zügig vonstatten, was zu einer Änderung im Bauzeitenplan führt.

Neue Straße bis Mai fertig

Denn bereits ab kommenden Mittwoch, 22. Januar, wird der Zugang der Zollernstraße von und zum Obertorplatz bis Ende Mai vollständig für den Fahrverkehr gesperrt. Dieser so ursprünglich nicht geplanter Schritt hat laut Stadt einen enormen Vorteil: Dadurch kann auf eine Vollsperrung des Platzes während der Sommerferien verzichtet werden. Bis zum Ende der Sperrung im Mai ist geplant, den neuen Straßenverlauf entlang der Frauengartenstraße und des Herrengässles (Buchhandlung) herzustellen. Dadurch bleibt der Platz in den Sommerferien stets von einer Seite befahrbar. Gesperrt werden muss der Platz dann einseitig, weil die Zufahrten von der Neustraße und von der Heiligkreuzstraße her saniert werden.

Wegen der Sperrung des Übergangs Zollernstraße – Obertorplatz ab Mittwoch, 22. Januar, 7 Uhr, kommt es zu etlichen Umleitungen. Die Umleitung für Fahrer, die von der Abfahrt Hechingen-Süd der B27 (Domäne/Brielhof) in die Stadtmitte wollen, führt über die Bisinger und die Weilheimer Straße. Der Anliegerverkehr wird stadteinwärts von der Zollernstraße kommend über die Silberburgstraße auf die Heiligkreuzstraße geführt. Aber aufgepasst: Deswegen wird die Silberburgstraße in dieser Richtung vorübergehend zur Einbahnstraße! Vom Obertorplatz stadtauswärts wird der Verkehr über die Heiligkreuzstraße und die Fürstenstraße auf die Zollernstraße geleitet.

Behinderungen auf Heiligkreuzstraße

Die Stadt warnt: Auf der Heiligkreuzstraße wird es wegen einer unvermeidbaren halbseitigen Sperrung in Höhe der Gebäude 21 bis 29 während dieser Zeit ebenfalls zu Behinderungen kommen: Eine Ampel wird den Begegnungsverkehr regulieren – und das bedeutet halt Wartezeiten.

Ein Baustellenplan zeigt, dass es ausreichend Möglichkeiten gibt, um den Platz fußläufig zu überqueren  und die Geschäfte und Dienstleister auf der Westseite des Platzes beziehungsweise entlang der Frauengartenstraße zu erreichen. Die Wege sind zudem barrierefrei angelegt. Auch die fußläufige Verbindung in die Zollernstraße ist gewährleistet, sie führt über den kleinen Freiplatz vor der Zollerschule. Alle Fußwege werden beleuchtet, und die an der Straße befindlichen Fußwege mit Schutzbarrieren gegen die Fahrbahn beziehungsweise Parkplätze gesichert.

Viel Platz für die Narren

In der Hauptfasnetszeit, also im Zeitraum vom 19. bis zum 26. Februar, wird ein Korridor von vier  Metern Breite zwischen dem Obertorplatz und der Stadthalle „Museum“ geöffnet, damit die Narren ungehindert ihrem Brauchtum nachkommen können. Dies wird auch beim Kinderringumzug am Samstag, 8. Februar, der Fall sein.

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Meter breit sein wird der Durchgang, der für die Haupttage der Fasnet auf der Großbaustelle geschaffen wird, damit die Narren ungehindert vom Obertorplatz zur Stadthalle kommen.