Hechingen Greff: Jagdgesetz ist "Bürokratiemonster" Landesjagdverband schockiert über Entwurf

SAMIRA EISELE 19.03.2014
Der Landesjagdverband ist laut Kreisjägermeister Greff schockiert über das Ausmaß des Vorschlags zum Jagdgesetzes, der den Jägern nun vorliegt.

Am Montag bekam der Landesjagdverband bei seinem Treffen in Stuttgart zum ersten Mal den kompletten Entwurf zum "Wildtiermanagementgesetz" der Landesregierung ausgehändigt. Laut Walter Greff, Kreisjägermeister aus Hechingen, waren die Vertreter der Jagd schockiert: "Die Details sind noch schlimmer als gedacht". Mehrere Stunden haben die Jäger über den Entwurf debattiert.

Viele Bereiche seien im neuen Jagdgesetz, das den Namen "Wildtiermanagementgesetz" trägt, noch stärker reglementiert, als bisher durch Presseberichte bekannt geworden war. So soll beispielsweise ein "Wildtierbeauftragter" in jedem Landratsamt angestellt werden und als eine Art "Aufsichtsperson" für die Jäger dienen. Durch diese und weitere Einschränkungen fühlten sich die Jäger "bevormundet", so Walter Greff. Insgesamt sei der Gesetzesentwurf ein "Bürokratiemonster sondergleichen".

Das will der Landesjagdverband nicht einfach so hinnehmen. Nun sei es zunächst wichtig, die einzelnen Punkte durchzuarbeiten und Argumentationen dazu zu entwickeln. Auch Protestaktionen wie eine weitere Postkartenkampagne an Abgeordnete können sich die Jagdvertreter vorstellen, wenn sich die Haltung der Landesregierung nicht ändere.

Für eine Demonstration in Stuttgart sei die Zeit noch nicht reif - im Landtag wird es zunächst Anhörungen zum Gesetzesentwurf geben. Eines sei laut Greff jedoch sicher: Im Verborgenen könnten die Jäger in Zukunft nicht mehr agieren. "Wir müssen zeigen, dass wir unser Tun auch rechtfertigen können."

Bei der Jahreshauptversammlung der Kreisjäger am kommenden Freitag ab 19 Uhr im "Museum" werden der Gesetzesentwurf, Argumentationshilfen und Gegenmaßnahmen wichtige Themen sein.

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