Hechingen Gerd Haiber freut sich riesig für seinen Freund Michael Jung

Hechingen / HARDY KROMER 02.08.2012
Kein Hechinger hat so sehr mit Michael Jung gefiebert wie Gerd Haiber. Der Reiter ist mit dem neuen Doppel-Olympiasieger aus Horb befreundet.

Mit der ganzen Familie saß Gerd Haiber am Dienstagnachmittag vor dem Fernseher und hat die Daumen gedrückt, als Michael Jung und die Equipe der deutschen Vielseitigkeitsreiter in Greenwich Park zweimal zu Gold ritten und damit den deutschen Olympia-Bann brachen. Der Hechinger, der als Parcoursbauer und technischer Delegierter im internationalen Reitsport aktiv ist, ist mit dem neuen Doppel-Olympiasieger gut befreundet und hält ihn für den "komplettesten Reiter der Welt". Gleichwohl fand Haiber es "sensationell", mit welch "fast schon erschreckender Präzision" der Mann aus Horb-Altheim und sein Wallach Sam sich von Platz elf nach der Dressur auf das Gold-Treppchen vorgearbeitet haben. "Riesig gefreut" habe er sich, erzählt Haiber und schwärmt: "Der Michael Jung ist ein Jahrhundertreiter. So was wie ihn gibts nicht alle 20 Jahre." Gestern Abend fuhr Gerd Haiber übrigens nach Altheim, um beim Heimatempfang seines Reiterkameraden dabei zu sein.

Teresa Welte kennt Jung zwar nicht persönlich, hat ihn aber schon bei vielen Turnieren live gesehen - zuletzt in diesem Jahr in Marbach "in genialer Form". Für ihn hat sich die Hechinger Buchhändlerin genauso gefreut wie für Ingrid Klimke, die sie bewundert, "weil sie schon ein bisschen älter ist" und trotzdem "eine perfekte Geländereiterin". Ab heute gilt Teresa Weltes Aufmerksamkeit der Dressur. Der jungen deutschen Damenriege traut die Hobby-Reiterin durchaus Gold zu. Und dann freut sie sich auf den 100-Meter-Lauf der Männer: "Das ist immer was fürs Auge."

Den Erfolg der deutschen Reiter hat auch Ingrid Gruler goutiert. Von Haus aus ist die Hechinger Schwimmlehrerin sportlich aber mehr im Wasser unterwegs - und entsprechend enttäuscht über das bisherige Abschneiden der deutschen Schwimmer. "Die hinken ja schon ein bisschen hintendrein", musste sie jedesmal feststellen, wenn sie in den vergangenen Tagen abends den Fernseher einschaltete.

Richtig mitgefiebert hat Ingrid Gruler am Dienstagabend bei der Freistilstaffel der Männer, die um Handbreite die Bronzemedaille verpasst hat: "Wäre der Biedermann am Anfang nur etwas schneller gewesen." Grulers Hoffnung ist, dass Britta Steffen noch was reißt.

Gerhard Frommer, Mister Tennis in Hechingen, ist tagsüber gerade dabei, die Ladies Open vorzubereiten. Aber abends geht auch sein Blick nach London, wo er mit den Auftritten der deutschen Tennisdamen sehr zufrieden ist. Sogar Medaillenchancen räumt er Lisicki und Co. ein: "Auf Gras ist alles drin." Frommer guckt aber nicht nur Tennis, sondern "alles querbeet" - und leidet mit, wie die deutschen Favoriten nach dem schwachen Start reihenweise verkrampfen. Bis auf Jung und die Reiter eben. Und den Deutschlandachter.

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