Jungingen Geradlinig und schaffensfreudig

Jungingen / HORST BENDIX 04.11.2013
Mit Eugen Weinschenk ist ein Mann von starkem Feingefühl, mit Sinn für Gerechtigkeit, Geradlinigkeit und Verlässlichkeit im 83. Lebensjahr gestorben.

Seine Kraft schöpfte der bekannte Junginger Mitbürger Eugen Weinschenk aus der Liebe zur Heimat, aber auch aus seinem christlichen Glauben. "Wenn ich traurig bin und spazieren gehe, so finde ich Trost in der Macht und Wahrheit der Natur", das war sein Losungswort bis noch vor wenigen Monaten.

Der jetzt Verstorbene wurde am 28. Mai 1930 auf Schloss Lindich geboren, wo seine Mutter in Diensten stand. Sein Vater war aus Stuttgart-Feuerbach. Eugen Weinschenk hat nach dem Krieg ab 1956 als Verwaltungsbeamter im Dienst der Gemeinde Jungingen die Aufbaujahre entscheidend mitgeprägt. Er wurde 1981 für sein 25-jähriges Dienstjubiläum vom damaligen Bürgermeister Norbert King geehrt.

Dass er ein Gespür dafür hatte, was dem Gemeinwesen gut tun sollte, setzte er während seiner langjährigen Tätigkeit im Junginger Rathaus auch um. Er war mit verschiedensten Aufgaben betraut, insbesondere als Standesbeamter. Eugen Weinschenk war niemals überheblich, dafür schaffensfreudig bis an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Dabei hat er sich zuverlässig und pflichtbewusst für das Gemeinwesen eingesetzt. Bis zum Ruhestand im Jahr 1986 war er für die Gemeinde fast unersetzlich.

Im Jahr 1955 hatte er im Weggental Rose, geborene Haiss, geheiratet. Aus der harmonischen Verbindung ging der Sohn Martin hervor, der mit seiner Familie unmittelbar neben dem Elternhaus in der Junginger Zollerstraße ein modernes Eigenheim erstellt hat. Drei Enkelkinder waren der Stolz des Opas; dessen Ehefrau starb im Jahr 2011. "Fairplay zu jedermann" lautete Eugen Weinschenks Devise, und nach dieser lebte er auch. Er liebte den Garten und die Natur. Viele Jahre sah man ihn bei täglichen Spaziergängen in den Wäldern der Junginger Winterseite. Der jetzt Verstorbene war ein Mensch, der im Stillen wirkte, und ein Killertäler, der sich auch der Musik verschrieben hatte: Er war einige Jahre im Musikverein Jungingen.

Beim Trauergottesdienst, den Pfarrer Konrad Bueb hielt, erinnerte man an Eugen Weinschenks Liebe zur Natur mit einem wunderschönen Blumengesteck. Der Verstorbene wird bei seinen Angehörigen und bei vielen Jungingern in gutem Gedächtnis bleiben.

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