Am Ende der donnerstagabendlichen „Weihnachtssitzung“ des Hechinger Gemeinderates kehrte wieder Harmonie ein. Jürgen Fischer (SPD) dankte der Stadtverwaltung in seiner Eigenschaft als stellvertretender Bürgermeister namens des gesamten Gremiums für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Und dann ging’s gemeinsam zum Essen in den „Schloßberg“.

„Unverschämt gegenüber dem Klaiber“

Einer war nicht dabei: der fraktionslose Lutz Beck. Der hatte zuvor unter „Verschiedenes“ noch deutlich seine Meinung zu ein paar Themen gesagt. Zum Beispiel darüber, dass ein Maulwurf aus nicht öffentlicher Sitzung über die Verkaufsverhandlungen ums Hotel „Klaiber“ geplaudert hatte. Die Indiskretion, so Beck, sei „unverschämt gegenüber dem Klaiber“, weil „geschäftsschädigend“. Dem widersprach niemand, hatte Bürgermeister Philipp Hahn doch schon am Anfang der Sitzung aus demselben Grund eine Rüge an das Gremium ausgesprochen (die HZ berichtete).

Steine aus China – warum nicht gleich „vom Mond“?

Doch Lutz Beck war noch nicht fertig. Als nächstes echauffierte er sich darüber, dass die Stadt für den Obertorplatz  „Pflaster aus China einkauft“. Wenn es „auf dem Mond Pflastersteine gäbe“, dann würde sie man noch dort her holen, schimpfte der Ex-CDU-Stadtrat. Das brachte ihm einen Ordnungsruf des Bürgermeisters ein. Er möge hier nicht Reden führen, wies Hahn Beck zurecht. Besser hätte er sich in der Sitzung, als dies beschlossen worden sei, zu dem Thema geäußert. Aber da habe er ja gefehlt – woraufhin wiederum Lutz Beck den Sitzungstermin nachmittags um 15.30 Uhr „unverschämt“ nannte. Da müsse er als Selbstständiger noch arbeiten.

Hahn hatte da aber für seinen Geschmack schon einmal zu viel das Wort „unverschämt“ gehört. „Der eine oder andere hier“, sagte der Bürgermeister mit Blick ins Gremium, „findet auch Sie impertinent“.

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