Seit diesem Donnerstag im Bau ist: ein neuer Wanderweg, der vom „Brielhof“ zur Burg Hohenzollern führt. Das gab Bürgermeister Philipp Hahn am Abend im Verwaltungsausschuss des Hechinger Gemeinderates bekannt. Der Fußweg wird von der Gartenbaufirma Zanger mit Hackschnitzeln angelegt und soll in zwei Wochen fertig sein. Er beginnt beim „Brielhof“ und mündet oberhalb der Bismarckhöhe in den bestehenden Bisinger „Kaiserweg“. Dr. Bernd Stekeler habe den neuen Weg ursprünglich angeregt, sagte Hahn.

Terminal für Touristen – ist das noch zeitgemäß?

75 Minuten engagiert diskutiert, aber rein gar nichts beschlossen: So lässt sich die Sitzung im Übrigen zusammenfassen.

► Auf die Juli-Sitzung des Gemeinderates vertagt wurde zunächst der Beschluss über die Einrichtung eines Info-Terminals auf dem neuen Obertorplatz. Direkt an der Bushaltestelle, so die Idee, sollten sich Ankömmlinge ganz digital über Hechingens touristische Reize, über Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten informieren können – auch als Ersatz für nicht mehr existente alte Infoterminal vor dem Bürger- und Tourismusbüro. Der Haken an der 50 000 Euro teuren Sache: Die Software ist nicht mit der städtischen Homepage kompatibel. Es bräuchte eine neue Domain hechingen-tourismus.de.

Manche stellen die Sinnfrage

Und da stellte sich dann nicht nur für Jürgen Fischer (SPD) die Sinnfrage. Sollte man dann nicht besser die ohnehin in die Jahre gekommene Stadt-Homepage völlig neu machen? Das wiederum würde freilich deutlich länger dauern als die Fertigstellung des Obertorplatzes, warf Bürgermeister Philipp Hahn ein, zumal man dann auch das gesamte Corporate Design samt Stadtlogo erneuern wollte. Der Freie Wähler Werner Beck gab wiederum zu bedenken, ob ein statisches Terminal überhaupt noch zeitgemäß sei, wo doch eh jeder auf sein Smartphone guckt? Fragen über Fragen. Die Fraktionen wollen jetzt noch mal einen Monat beraten. Schließlich will man 50 000 Euro nicht leichtfertig ausgeben, jetzt da die Haushaltslage so eng geworden ist.

Burg Hohenzollern

Sinnvolle Spielgruppe oder „Ikea-Kinderbetreuung“?

► Vom neuen Zwang zur Sparsamkeit diktiert war auch die Debatte über den Antrag der Bunten Liste, eine Spielgruppe für Kinder über drei Jahre einzurichten, die im nächsten Jahr keinen Kindergartenplatz bekommen. Das sind immerhin im Herbst schon 91. Auch hier will der Gemeinderat nicht einfach vorpreschen, sondern erst – ebenfalls bis zur Juli-Sitzung – den Bedarf abfragen. Zumal vom pädagogischen Sinn einer solchen Gruppe mit zwei oder drei Stunden an drei oder vier Vormittagen ohnehin nicht alle Räte überzeugt sind – Dr. Regina Heneka (CDU) wähnte gar eine „Art von Ikea-Kinderbetreuung“.

Nein zu zweiter Gruppe für Naturkindergarten

Jürgen Fischer (SPD) holte sich derweil eine Abfuhr für seinen forschen Plan, dem Naturkindergarten für 200 000 Euro ganz flugs eine zweite Gruppe und eine Wasserleitung zu bescheren. Bescheid von Finanzchef Michael Dehner: in diesem Haushaltsjahr nicht darstellbar.