Bechtoldsweiler Gefahrlos hinab nach Stein

Die Scheren zur offiziellen Eröffnung des Radweges führten (von links) Steins Ortsvorsteher Klaus Schetter, Bürgermeister Philipp Hahn, Bechtoldsweilers Ortsvorsteher Günther Konstanzer und Jürgen Haas, Leiter des städtischen Sachgebiets Tiefbau.
Die Scheren zur offiziellen Eröffnung des Radweges führten (von links) Steins Ortsvorsteher Klaus Schetter, Bürgermeister Philipp Hahn, Bechtoldsweilers Ortsvorsteher Günther Konstanzer und Jürgen Haas, Leiter des städtischen Sachgebiets Tiefbau. © Foto: Hardy Kromer
Bechtoldsweiler / Von Hardy Kromer 12.10.2018
Die Radweg-Abschnitte von Hechingen nach Bechtoldsweiler und von Bechtoldsweiler nach Stein sind eröffnet.

Bechtoldsweilers Ortsvorsteher Günther Konstanzer zitierte am Freitagnachmittag aus dem Brief einer Hechinger SPD-Stadträtin. Immer, so schrieb sie, wenn sie mit dem Rad von Bechtoldsweiler hinab nach Stein gefahren sei, habe sie Angst gehabt, die Römer nicht heil zu erreichen. Diese Furcht ist nun passé.

Aus der Schotterpiste, die an den steilsten Stellen mit einem normalen Fahrrad fast nicht zu bewältigen war, wie Steins Ortsvorsteher Klaus Schetter erinnerte, ist ein feines Asphaltsträßchen geworden. 2,50 Meter breit und 700 Meter lang verbindet der frisch geteerte Radweg die beiden Dörfer vom Friedhof Bechtoldsweiler bis zum Sportplatz von Stein.

Dieser frisch fertig gestellte Abschnitt wurde mit einer kleinen Feierstunde am Ortsrand von Bechtoldsweiler ebenso seiner Bestimmung übergeben wie der Radweg, der Bechtoldsweiler mit Hechingen verbindet. 600 Meter sind es vom besonders zukunftsträchtigen Hechinger Stadtteil bis zum Retentionsbecken hinter dem Gewerbegebiet „Lotzen­äcker“. Rund 120 000 Euro hat sich die Stadt Hechingen diese Lückenschlüsse im Radwegenetz kosten lassen, wie Jürgen Haas, der Leiter der städtischen Sachgebiets Tiefbau ausführte. Wenn alles abgerechnet ist, werde es ziemlich sicher etwas billiger. Geplant wurden die Wege vom Balinger Ingenieurbüro Mauthe, gebaut von der Balinger Firma Stumpp. Die Bauleitung hatten die städtischen Tiefbauer. „Ich bin sehr froh, dass alles reibungslos abgelaufen ist“, sagte Haas.

Die Freude teilte er mit den beiden Ortsvorstehern Günther Konstanzer und Klaus Schetter. „Gut Ding will Weile haben“ hatte Konstanzer in seiner kurzen Ansprache gesagt und daran erinnert, dass das Geld für den Abschnitt von Hechingen her schon im 2016er-Haushalt gestanden habe. Ausdrücklich betonte er aber: „Dieser Radweg ist ein gut Ding geworden“. Wer den Weg schon zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kinderwagen benutzt habe, werde dies bestätigen.

Bürgermeister Philipp Hahn sei es zu verdanken, dass der Lückenschluss nach Stein im selben Zuge geklappt hat. Es sei freilich auch Zeit geworden. Den alten, gefährlichen Schotterweg hinab nach Stein hätten viele Radler lieber gemieden.

Zusammen mit Philipp Hahn und Jürgen Haas griffen die beiden Dorfhäuptlinge dann zur Schere, schnitten das symbolische Absperrband durch und gaben den Weg frei für das erste halbe Dutzend an Radlern, die für die Jungfernfahrt bereit standen.

Der Abschnitt nach Sickingen folgt

Bereits benutzbar ist ein weiterer neuer Radwegabschnitt: derjenige, der die Stadtteile Sickingen und Bechtoldsweiler verbindet. Hier soll die Übergabe bei einem separaten Termin folgen.

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