Stein Für vier Räte soll im Sommer Schluss sein

Premiere in Stein: Die Zäpfleschnäpper der Narrenzunft Stoanamer Sadbolla sorgten erstmals für die schwungvolle musikalische Umrahmung der Neujahrssitzung.
Premiere in Stein: Die Zäpfleschnäpper der Narrenzunft Stoanamer Sadbolla sorgten erstmals für die schwungvolle musikalische Umrahmung der Neujahrssitzung. © Foto: Diana Maute
Stein / Von Diana Maute 24.01.2019
In der Neujahrssitzung des Steinemer Ort­schaftsrats ging der Blick zurück und nach vorne, auch in Richtung Kommunalwahl.

Musikalisch beschwingt gestaltete sich im Steinemer Rathaus der Start ins neue Jahr. Erstmals sorgten die Zäpfleschnäpper der Narrenzunft für eine klangvolle Umrahmung der Neujahrssitzung und unterhielten die Gäste mit schwungvollen Melodien.

Ortsvorsteher Klaus Schetter freute sich nicht nur über diese musikalische Einlage, sondern auch über die Anwesenheit zahlreicher Bürger. „Das zeigt das große Interesse an kommunalen Belangen in Stein“, betonte er.

Der Blick in die Statistik macht deutlich, dass die Einwohnerzahl im vergangenen Jahr erneut angestiegen ist. 1028 Bürger leben jetzt in der Gemeinde (Vorjahr: 1021). 13 Geburten (Vorjahr: neun) standen acht Sterbefälle (Vorjahr: acht) gegenüber. „Wir haben eine gute Infrastruktur mit kurzen Wegen“, unterstrich Schetter. Eine tragende Säule im Ort seien die Vereine, die das Zusammenleben prägen. Der Dank des Ortsvorstehers galt deshalb den Ehrenamtlichen, vor allem auch den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr.

Dass in Stein im vergangenen Jahr viel bewegt werden konnte, wurde bei der Rückschau deutlich. So konnten mehrere Straßen und Wege instand gesetzt werden, der Breitbandausbau schritt voran, und es wurde mit der Sanierung der Stützmauer entlang des Gehwegs in der Landstraße begonnen. Nach einem Hangrutsch musste dort zudem das steile Gelände gesichert werden. An der Auchterthalle, auf der eine Photovoltaikanlage montiert wird, standen unter anderem Malerarbeiten an. Im Gewann Winterhalde war der Ortschaftsrat in Sachen Naturschutz unterwegs und pflanzte 20 neue Streuobstbäume.

Die Planungen für das lang ersehnte Neubaugebiet „Furth“ schritten zunächst gut voran, wurden dann aber verzögert, da das Landratsamt den angrenzenden Grund als Waldstück einstufte. „Wir haben die Hoffnung, dass dies nun die letzte Hürde war und dass die Bauwilligen bei uns im Ort bald loslegen können“, konstatierte Schetter. Ein genauer Zeitplan liegt noch nicht vor, eine Erschließung Mitte des Jahres wird allerdings angestrebt.

Ein weiteres wichtiges Thema, das den Steinemern schon lange unter den Nägeln brennt, ist die Hangentwässerung im Bereich Knittswiesen. Die Planung hierzu ist zwar abgeschlossen, die Umsetzung gestaltet sich aber schwierig. Nicht alle Grundbesitzer seien mit den ortsüblichen Quadratmeterpreisen einverstanden. „Ich bitte deswegen alle Betroffenen, noch einmal in sich zu gehen, denn der nächste Starkregen kommt bestimmt“, appellierte der Ortsvorsteher.

Insgesamt sei mit 2018 ein ereignisreiches Jahr zu Ende gegangen. Und auch weiterhin stehe jede Menge Arbeit an. Neben dem Neubaugebiet „Furth“ ist es vor allem die Rathaussanierung, auf die Stein schon seit Jahren wartet. 2019 soll es nun endlich so weit sein. Wenn der Gemeinderat zustimmt, könnte Mitte des Jahres mit der Abdichtung und dem Wärmeschutz an der Fassade begonnen werden. Letztere wird auch neu verputzt. Danach käme die Heizung an die Reihe. „Das ist ein dickes Brett, das es da zu bohren gilt“, konstatierte der Ortsvorsteher angesichts des Großprojekts, für das im Haushalt 480 000 Euro eingestellt sind.

Auf dem Friedhof steht die weitere Sanierung des alten Teils an, und in der Gartenstraße wird die alte Wasserleitung ausgetauscht und im Zuge dessen auch eine neue Gasleitung verlegt. Der Sanierungsbereich wird sich auch über die gesamte Rosenstraße erstrecken.

Da im Mai die Kommunalwahlen anstehen, läuft auch in Stein die Kandidatensuche. Vier Mitglieder des aktuellen Ortschaftsrates stellen sich nicht mehr zur Wahl, darunter auch der Ortsvorsteher. „Ich hoffe, dass sich ein Nachfolger findet; das wäre sehr wichtig, um unseren Ort weiter voranzubringen“, bedankte sich Schetter für das Vertrauen und die Unterstützung, die ihn während seiner Amtszeit begleitet haben.

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