Bodelshausen Für Vereine und Feiern

Innen ist's bald fertig, jetzt kommt die Fassade des Alten Rathauses dran. Archivbild
Innen ist's bald fertig, jetzt kommt die Fassade des Alten Rathauses dran. Archivbild
SAMIRA EISELE 26.02.2015
Das Alte Rathaus in Bodelshausen ist fast fertig saniert. Ab März steht der Saal im Erdgeschoss nun der Bevölkerung offen: Der Gemeinderat stimmte dem neuen Nutzungskonzept zu - unter einer Bedingung.

Historisches Sichtmauerwerk als Kulisse für die standesamtliche Hochzeit, gute und anonymere Atmosphäre für die Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs und ein Ort, an dem ebenso Geburtstag wie das Vereinsjubiläum gefeiert werden kann: Das Alte Rathaus in Bodelshausen steht nach dem neuen Nutzungskonzept auch der Bevölkerung offen.

Die Innensanierung des Alten Rathauses in der Lindenstraße 2 in Bodelshausen ist so gut wie abgeschlossen. Der DRK-Ortsverein Bodelshausen ist schon vor einigen Tagen wieder eingezogen und nutzt ab sofort das Obergeschoss und das Dachgeschoss. Der Saal samt Küche und Toiletten im Erdgeschoss steht jedoch zukünftig nicht mehr nur dem DRK, das dort beispielsweise seine regelmäßigen Seniorentreffen veranstalten kann, offen. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

Der rund 41 Quadratmeter große Saal kann in Zukunft von Vereinen, der Gemeinde, ehrenamtlich Tätigen und auch von Privatpersonen, die Geburtstag, Hochzeit oder sonst ein Fest feiern möchten, genutzt werden. Der Rat hatte nur eine Bedingung: Hochzeiten in historischem Ambiente sollen nicht mehr kosten als andere Feiern. Der Beschlussvorschlag der Gemeinde hatte vorgesehen, dass die Hochzeitsfeiern 150 Euro, andere Feste 100 Euro kosten. Damit waren die Räte fraktionsübergreifend nicht einverstanden und die Gemeinde beharrte nicht auf dem Zuschlag.

Gemeinde, Vereine und Parteien und Gruppen oder Initiativen können den Saal kostenlos nutzen, sofern sie keinen Eintritt verlangen. Für die private Nutzung - ob Hochzeit oder nicht - berechnet die Gemeinde in Zukunft 100 Euro, für gewerbliche Nutzung 150 Euro und für die standesamtliche Trauung einen Zuschlag von 75 Euro zur Standesamtsgebühr. Diesen Zuschlag begründete Kämmerer Horst Köhnlein mit Aufbau und Reinigung, den die Gemeinde im Vorfeld einer Trauung im Alten Rathaus übernimmt. Mit diesem Konzept war der Gemeinderat einstimmig zufrieden.

Das DRK muss sich einen neuen Lagerraum suchen. Im Gemeindeboten suchte der Ortsverein nach einem Lagerraum im Erdgeschoss.

Am Rathaus wird noch ein wenig weitersaniert: Im Frühjahr ist die bröckelnde Fassade dran.