Auch wenn der Salon Schlotterer im Hechinger Stadtteil Stetten seit fast fünf Jahren unter dem Namen „Sarah Schlotterer Stilsicher“ von der Tochter weitergeführt wird, so gehört eine Mitarbeiterin doch zum Inventar: Ingrid Schäfer feiert am 28. August ihr 30-jähriges Betriebsjubiläum, und die ganze Familie Schlotterer ist stolz auf und dankbar für die enorme Betriebstreue ihrer Mitarbeiterin.

Vor genau 30 Jahren – da war die heutige Jungunternehmerin Sarah Schlotterer gerade einmal drei Jahre alt – wechselte Ingrid Schäfer nach ihrer vollendeten Familienplanung vom Salon Schmid in der Stadt Hechingen nach Stetten, um den ihr ebenfalls bekannten Walter Schlotterer zu unterstützen. Walter Schlotterer hatte seine Friseurkarriere ebenfalls im Hause Schmid begonnen. Ingrid Schäfer ist seither im Betrieb und nicht mehr wegzudenken. Ihre ebenso jahrzehntelang treue Kundschaft dankt es ihr und der Friseurfamilie.

Ehrenurkunde der Handwerkskammer

Seit Mai dieses Jahres hat die Jubilarin freilich ihren wohlverdienten Ruhestand angetreten und unterstützt das „Stilsicher“-Team um Sarah Schlotterer noch freitags. Zum Jubiläum erhält sie eine Ehrenurkunde der Handwerkskammer Reutlingen, und der Salon hofft, dass sie noch viele weitere Jahre eine Konstante im Betrieb bleibt.

Walter Schlotterer blickt auf die vergangenen Jahrzehnte mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück: Seit Jahresbeginn kann er seine Leidenschaft aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr leben. Er ist aber sehr stolz auf seine Tochter und seine Mitarbeiterinnen, die sein Lebenswerk, den Salon, nicht weniger leidenschaftlich weiterführen. Und der Friseurmeister ist nach eigenen Worten „unsagbar dankbar dafür, dass mich meine werte Kundschaft ein Leben lang begleitet“.  Es fällt ihm sichtlich schwer, im Hause zu wohnen, aber im Salon nicht mehr mithelfen zu können.

Nach 53 Jahren die Schere an den Nagel gehängt

Dennoch darf auch er sich nach 53-jähriger Friseurtätigkeit getrost zur Ruhe setzen. Seit die Tochter im Januar 2015 den Familienbetrieb übernommen hat, hat sich unter ihrer Führung einiges getan: Ab August 2016 bildete sie Julia Fidder zur Friseurin aus. Sie hat den Salon nach ihrer Gesellenprüfung verlassen, weil sie sich für einen anderen beruflichen Werdegang entschieden hat. Der Salon sowie die Kunden bedauerten ihr Ausscheiden sehr, da sie bei allen gleichermaßen beliebt war.

Seit Oktober 2017 ist der Salon um eine Friseurmeisterin reicher: Ute Wischgoll unterstützte zu Beginn Walter Schlotterer montags und ist nun montags und dienstags im Salon tätig. Und ab sofort darf das Unternehmen eine weitere, erfahrene Friseurgesellin vorstellen: Alice Ratheiser wird das Team fortan montags, mittwochs, donnerstags und zweiwöchig auch samstags unterstützen. Sie ist allen Teammitgliedern des Salons bekannt. Außerdem schließt sich ein Kreis auf schöne Art und Weise: Auch Alice Ratheiser begann ihre Friseurkarriere als Auszubildende im Salon Schmid und blickt auf eine 30-jährige Berufserfahrung zurück. Sie freut sich auf die neue Herausforderung im Familienbetrieb und möchte die Kunden ebenfalls mit Stilsicherheit überzeugen.

„Ein wundervolles Erbe meines Vaters“

Sarah Schlotterer freut sich auf hoffentlich viele weitere Jahre der Selbstständigkeit: „Der Salon“, so sagt sie, „ist ein wundervolles Erbe meines Vaters, und ich zolle ihm größten Respekt, dass er dieses kleine Unternehmen so viele Jahrzehnte am Leben erhalten hat. Er hat mir die Leidenschaft für das Friseurhandwerk in die Wiege gelegt, und es ist heute ebenso meine Passion. Ich bin dankbar und glücklich darüber und möchte ihm in den kommenden Jahren in nichts nachstehen.“

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Jahre lang war Friseurmeister Walter Schlotterer, der Gründer des Salons, für seine Kundschaft da. Seit Jahresanfang hat er sich aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen.