Bietenhausen Friedhof-Neugestaltung kommt in Gang

Bei der Vor-Ort-Besichtigung auf dem Friedhof in Bietenhausen warfen die Ortschaftsräte mit Ortsvorsteher Josef Pfister (2. v. rechts) auch einen Blick in die beiden Leichenzellen.
Bei der Vor-Ort-Besichtigung auf dem Friedhof in Bietenhausen warfen die Ortschaftsräte mit Ortsvorsteher Josef Pfister (2. v. rechts) auch einen Blick in die beiden Leichenzellen. © Foto: KS
Bietenhausen / KS 10.10.2018
In Bietenhausen wird der Friedhof nach 40 Jahren neu hergerichtet. Aber eine Urnen-Stelenwand wird nicht installiert.

Die Friedhofsgestaltung in Bietenhausen kommt in Gang. „Jetzt wird’s ernst, wir gehen bald in die Bauphase“, verkündete Ortsvorsteher Josef Pfister am Montagabend bei dem Vor-Ort-Besichtigung, an der die Ortschaftsräte, Bürgermeister Johann Widmaier und Einwohner teilnahmen.

Vorgesehen ist, die bereits vorhandenen Wege auf jeden Fall beizubehalten und neu zu pflastern. Welche Steine und Formate eingebaut werden und welche Kosten dafür entstehen, bleibt allerdings noch offen. Die Platten auf dem Brechplatz im Ort und vor dem Franz-von-Sales-Haus in Höfendorf wären schön, sind aber eine Preisfrage. Der überarbeitete und viel billigere Kostenvoranschlag für die Friedhofssanierung variiert zwischen 10 000 und 45 000 Euro. Bürgermeister Johann Widmaier brachte ein von der Garten- und Landschaftsbaufirma Timberman aus Bitz ausgearbeitetes Angebot mit und übergab es Ortsvorsteher Pfister. Die billigste Variante, die bisherigen Pflastersteine, die vor 40 Jahren verlegt wurden, zu reinigen und wieder einzubauen, stieß auf Ablehnung.

Bürgermeister Johann Widmaier sprach die vom Ingenieurbüro Gfrörer entworfene Friedhofs-Planungsvorlage an, die schon seit langer Zeit vorliegt. Darin werden Kosten von 125 000 Euro ausgewiesen. Mit inbegriffen ist allerdings eine Urnen-Stelenwand. Diese lehnt der Bürgermeister ab, zumal sich auch die Vertreter beider Kirchen dagegen sträuben. Eine Urnen-Stelenwand sei keine christliche Bestattungsform, argumentieren die Kirchen. In Bietenhausen, so der Bürgermeister, gebe es noch ausreichend Platz für Urnengrabfelder.

Fest steht auch, dass der Friedhof in Bietenhausen neu bepflanzt und mit Sitzbänken ausgestattet wird. Die Buchshecke vor der Friedhofshalle ist vom Zünsler befallen und muss wahrscheinlich entfernt werden. Gefällt werden soll möglicherweise auch die große Buche beim Eingangstor. Sie ist selbst den Ortschaftsräten ein Dorn im Auge. Der Baum könnte, so die Befürchtung, Risse in der Außenmauer des Friedhofs verursachen.

Ursula Leins und Carmen Kessler regten an, in der Friedhofshalle die Garagentore  an den beiden Leichenzellen gegen eine Flügeltüre auszutauschen. „Es ist ein komisches und unwürdiges Gefühl, so dem Toten zu begegnen. Der Aufbahrungsraum gleicht einer Garage“, empfand Uschi Leins. „Ein solches Tor passt überhaupt nicht“, widersprach ein Ortschaftsratsmitglied. Josef Pfister und Johann Widmaier sahen das genauso. In der Rangendinger Leichenhalle, so der Bürgermeister, seien die drei Kühlzellen ebenfalls mit Garagentoren ausgestattet.

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