Jungingen Freudentränen nach WM-Gold

Goldmädels Alessa-Catriona Pröpster, Lea-Sophie Friedrich und Emma Götz (von links).
Goldmädels Alessa-Catriona Pröpster, Lea-Sophie Friedrich und Emma Götz (von links). © Foto: BDR
Jungingen / Stephanie Apelt 16.08.2018
Die 17-jährige Jungingerin Alessa-Catriona Pröpster holt bei den Junioren-Weltmeisterschaften den Titel im Teamsprint.

Das ist der Hammer.“ Klaus Pröpster kann es noch Stunden später vor Glück und Stolz kaum fassen. Tochter Alessa-Catriona hatte am Mittwochabend bei der Bahn-Junioren-WM im schweizerischen Aigle Gold im Teamsprint geholt (wir berichteten). Besser hätte es beim ersten Start der gerade einmal 17-jährigen Jungingerin bei einer Weltmeisterschaft nicht laufen können.

In der Teamsprint-Qualifikation war das BDR-Duo zunächst mit Lea Sophie Friedrich und Emma Götz gestartet. In der ersten Runde wurde dann Alessa eingewechselt. „Die beiden knallten eine 27er-Zeit hin“, kamen souverän ins Finale, wo Pröpster/Friedrich die Chinesinnen in 28,026 Sekunden um rund drei Zehntelsekunden hinter sich ließen. Vater Klaus Pröpster hatte also Recht behalten. Viele hatten Russland als Hauptkonkurrenten gesehen, es langte nur für Platz fünf, „doch wer weiß, was aus China kommt“. Ja, gibt Klaus Pröpster zu: „Wir haben mit dem Podest geliebäugelt.“ Doch dafür muss eben immer alles passen. „Da kann man noch so viel trainieren, und dann läuft im entscheidenden Augenblick irgendetwas schief.“ Das Quäntchen Glück gehörte an diesem Abend dem deutschen Team. Schon vor dem Rennen sei die Stimmung im Velodrom gigantisch gewesen, „da kriege ich jetzt noch eine Gänsehaut“. Natürlich waren, wie im Falle der Pröpsters, viele Eltern der Junioren-Sportler mitgereist.

Groß gefeiert werden konnte der Goldmedaillen-Gewinn am Mittwochabend allerdings nicht. Gerade einmal zehn Minuten hatten die Eltern Zeit, Alessa kräftig zu drücken. „Das war schon hart für beide Seiten.“ Vor lauter Glück flossen die Freudentränen nur so. „Bei den Mädchen war kollektives Heulen angesagt“, berichtet Klaus Pröpster. Dann aber habe der Trainer auch schon zum Aufbruch ins Mannschaftshotel gemahnt. Bis Samstag warten auf die junge Radsportlerin aus Jungingen schließlich noch einige Herausforderungen.

Souverän ins Sprint-Halbfinale

Am Donnerstag standen die Qualifikation und die Vorläufe fürs Sprintturnier an. Alessa-Catriona Pröpster schaffte es souverän ins Halbfinale. Ebenso wie Lea Sophie Friedrich. „Beide Mädchen müssen jetzt gegeneinander fahren“, seufzt Klaus Pröpster. Lea gilt als Favoritin. Eine weitere Medaille für Alessa könnte trotzdem drin sein.

Am Samstag will es Alessa  beim 500-Meter-Zeitfahren wissen. „Da ist sie stark.“ Nicht nur Vater Klaus Pröpster drückt die Daumen.

Junge Sportler aus 44 Nationen

330 Sportler aus 44 Nationen sind bei den UCI (Union Cycliste Internationale)-Weltmeisterschaften der Junioren am Start. 20 Titel sind zu vergeben.

Die Radrennbahn in Aigle ist nur 200 Meter lang anstelle der üblichen 250.  Die Zeiten sind deshalb mit denen anderer Junioren-Weltmeisterschaften nicht vergleichbar.

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