Die Form des Rücktritts spricht eine klare Sprache: Nicht wie üblich im Rahmen einer Mitgliederversammlung, sondern unterm Jahr und überraschend hat der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Villa Eugenia hingeschmissen. Frieder Zimmermann hat am Dienstag per E-Mail gekündigt. Gleichzeitig hat er die von ihm ins Leben gerufene und äußerst erfolgreiche Musikreihe „Sonntags Sounds nach sechs“ beendigt. Ein inhaltlicher Zusammenhang drängt sich heftig auf.

Schon wieder vakant

Mit dem Zimmermann-Rücktritt steht der Förderverein nach vergleichsweise kurzer Zeit schon wieder ohne Vizevorsitzenden da. Der Bildhauer und Maler, ein Albstädter mit Wohnsitz Hirschau und Atelier in Dußlingen, hatte den Posten erst im vergangenen Jahr übernommen. Er war Nachfolger des Hechinger Künstlers Dietmar Schönherr, der den 2. Vorsitz im Jahr zuvor übernommen hatte. Zuvor hatte Franz-Josef Heukamp das Amt über einen langen Zeitraum besetzt gehabt.

Wien: ohne größere Probleme

Joachim Wien, der Vorsitzende des Fördervereins Villa Eugenia, hat für den heutigen Mittwoch eine Stellungnahme angekündigt. Am Dienstagabend wollte man sich in der turnusmäßigen Vorstandssitzung besprechen.Weiter gehe es, so bekräftigt Wien, „ohne größere Probleme“.

Frieder Zimmermann sprach gegenüber der HZ von „verschiedenen Gründen“, die zu seinem Rücktritt geführt hätten. Bedauern schwingt mit, wenn er an seine erfolgreiche Konzertreihe erinnert. Die hat zwei Jahre lang für einen neuen Sound und damit neue Besucher in der Villa gesorgt. Es wird viele Musikliebhaber geben, die das Aus bedauern. Zimmermanns Abschiedsgruß ist angelehnt an Lemmy Kilmister: „Don’t forget to Rock’n’Roll“. Niemals!

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