Denkmal Förderverein Stiftskirche verkauft Steine vom Kirchturm

Welcher Stein darf es denn sein? Die Mitglieder des Fördervereins Stiftskirche Hechingen standen den Käufern am Samstag beratend zur Seite.
Welcher Stein darf es denn sein? Die Mitglieder des Fördervereins Stiftskirche Hechingen standen den Käufern am Samstag beratend zur Seite. © Foto: Diana Maute
Hechingen / Diana Maute 12.12.2016

Wer sich immer schon gefragt hat, woher der Begriff „steinalt“ kommt, war am Samstag vor dem Portal der Stiftskirche St. Jakobus genau richtig. Die imposanten Steinquader, die dort hinter dem hohen Baugerüst lagern und vom Förderverein Stiftskirche Hechingen zum Verkauf angeboten wurden, sind fast 250 Jahre alt.

Für alle, denen Hechingen und sein Wahrzeichen, die Stiftskirche, am Herzen liegen, sind die antiken Turmsteine besondere Raritäten, die erhaltenswert sind. Warum also nicht ein Original erwerben? So dachten am Samstag viele Hechinger, die sich ein besonders schönes Stück am Samstag aussuchten. „Wir haben schon viele Steine verkauft, das Interesse ist groß“, freute sich Harald Wohlschieß, der Schriftführer im Förderverein ist. Mit dem Vorsitzenden Dr. Heiko Zimmermann und Vorstandsmitglied Dr. Rolf Zechner brachte er viele Steine unter die Leute. So auch an Rosemarie Pfister, die sich spontan für einen Kauf entschied. Der Stein soll in ihrem Garten vor den Toren Hechingens ein schönes Plätzchen finden.

Längst einen Namen gemacht als Bewahrer geschichtsträchtiger Kleinodien hat sich der Hechinger Abbruchprofi Albert Hipp. Er erwarb am Samstag gleich zwei imposante Steine, die nun erst mal ins Lager kommen, wo sie sich zum Türmchen des Eugenien-Stifts gesellen.

Ob es noch mal die Gelegenheit geben wird, originale Stiftskirchen-Steine zu erwerben, ist noch ungewiss, schließlich sind schon viele verkauft. „Die Steine, die wir bisher angeboten haben, stammen überwiegend vom unteren Teil des Turms. Oben sind die Schäden größer. Ob es da möglich sein wird, noch welche einigermaßen heil auszubauen, lässt sich noch nicht sagen“, erläuterten die Fördervereinsvertreter. Diana Maute