Sicherheit Feuerwehr Schlatt und Beuren proben den Ernstfall

Menschenrettung war bei der Hauptübung der Beurener und Schlatter Wehren eine wesentliche Aufgabe.  Foto: Eugen Pflumm
Menschenrettung war bei der Hauptübung der Beurener und Schlatter Wehren eine wesentliche Aufgabe. Foto: Eugen Pflumm © Foto: Foto: Eugen Pflumm
Schlatt/Beuren / Eugen Pflumm 19.10.2016

Ort des Geschehens war das alte Feuerwehrhaus am Dorfeingang gegenüber des Friedhofs. Der Beurener Abteilungskommandant Jens Bogenschütz hatte der Übung folgende Idee zugrunde gelegt: Nach einem technischen Defekt bricht Feuer aus, das sich unter enormer Rauchentwicklung schnell ausbreitet. Zwei Menschen können sich nicht aus eigener Kraft retten und werden bewusstlos.

Für eine realistische Umsetzung hatten die Beurener Wehrmännern eine Nebelmaschine installiert, die dicke „Rauchwolken“ aus dem Tor pustete. Nachdem der „Brand“ bei der Feuerwehrleitstelle gemeldet worden war, löste diese den Alarm aus. Nur wenige Minuten später rückten die Wehrmänner mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug an. Unter der Einsatzleitung ihres qualifizierten Abteilungskommandanten Jens Bogenschütz ging es zur Sache. Der Angriffstrupp drang mit schwerem Atemschutz und von Kameraden am Garagentor gesichert, in das Gebäude ein. Seine Vorgabe war klar: Menschenrettung und Brandbekämpfung. Währenddessen sorgten die übrigen Wehrmänner für die Aus- und Beleuchtung der Einsatzstelle.

Inzwischen war die als Verstärkung hinzugerufene Abteilungswehr aus Schlatt mit ihrem TSF-W und unter der Regie ihres Kommandanten Heinrich Jatzek eingetroffen. Sie unterstützte die Beurener im Brandzentrum mit zwei weiteren mit Atemschutz ausgerüsteten Wehrmännern. Die eingeschlossenen Verletzten konnten so schnell gefunden und zu den in sicherer Entfernung wartenden Hilfskräften ins Freie gebracht werden.

Die Wehrmänner außerhalb des Gebäudes arbeiteten ebenfalls Hand in Hand, deutlich war zu erkennen, dass jeder Handgriff saß und sich die vielen Feuerwehrproben gelohnt hatten. In Windeseile waren die Schläuche ausgerollt und ein Verteiler gesetzt. Durch eine stabile Wasserversorgung konnte der „Brand“ alsbald gelöscht werden.

Sehr zufrieden mit dem Geleisteten zeigten sich bei der  Übungskritik Einsatzleiter Jens Bogenschütz und Heinrich Jatzek. Allerdings bemängelte Letzterer den schlechten Zustand der Hydranten am Übungsort.

Noch viel vor mit dem alten Haus

Der Haushaltswunsch Feuer im alten Beurener Gerätehaus? Nur das nicht! Seit Jahr und Tag hegt der Ortschaftsrat ehrgeizige Pläne mit dem Gebäude am Ortseingang. Auch dieses Jahr steht es wieder an der Spitze der Haushaltswünsche im kleinsten Hechinger Stadtteil. Man will eine Toilettenanlage einbauen, um das frühere Magazin wieder öffentlich nutzen zu können – für Friedhofsbesucher, bei Festen, für Wanderer. Auch ein Raum für die Jugend war schon einmal dafür im Gespräch. Das letzte Wort hat nun allerdings der Gemeinderat Hechingen – der die Beurener Wünsche zum alten Magazin bislang stets auf die Wartebank gesetzt hat. kle