Kroatien ist von einem schweren Erdbeben mit zahlreichen Nachbeben getroffen worden. Das Beben der Stärke 6,4 hat besonders die Region Sisak, Petrinja und Glina getroffen. Die Altstadt der Stadt Petrinja mit annähernd 25 000 Einwohnern soll großflächig zerstört worden sein. Das Bezirkskrankenhaus in Sisak ist schwer beschädigt und musste komplett geräumt werden. Betroffen waren auch beatmete Covid-Patienten.

Es bebt auch weiterhin

Heftige Nachbeben, die bis heute andauern, erschweren die Rettungs- und Aufräumarbeiten. Insgesamt waren es seit Beginn des Bebens bisher 38 teilweise größere NachbBeben.

Technische Hilfeleistungen

Von den Schäden sind natürlich auch die Feuerwehren, Feuerwehrhäuser und die Feuerwehrkameraden in diesem Katastrophengebiet selbst betroffen. Im Schadensgebiet sind die Feuerwehren aus ganz Kroatien im Einsat. Neben den technischen Hilfeleistungen im Schadensgebiet wird vermutlich auch das THW zum Einsatz kommen.

E-Mail am Späten Abend

Am Mittwochabend erreichte eine E-Mail des Landesfeuerwehrverbandes auch die Feuerwehrkommandanten im Zollernalbkreis. Für die Feuerwehrleute war es eine Ehrensache zu helfen. Für die Feuerwehr Hechingen übernahmen Michael Binanzer und Frank Brecht die Organisation, für das THW Hechingen Dennis Raible. Ebenso wurde Bürgermeister Philipp Hahn von der Aktion unterrichtet. Er sicherte sofort seine Unterstützung zu.

Aktion startet am Mittag

Am Neujahrsmittag wurde die Sammelaktion am Feuerwehrhaus in Hechingen gestartet. Zahlreiche Freunde und Bekannte der Feuerwehren fanden sich ein, um warme Kleidung, Bettwäsche, Decken und Hygieneartikel zu spenden. Die Feuerwehrkameraden aus Rangendingen lieferten ausgediente Leitern und schweres technisches Gerät wie Schere und Spreitzer an. Von den Wehren aus Grosselfingen und Mössingen wurden ebenfalls technische Geräte, Kleidung und Decken gespendet. Einsatzkleidung für die Feuerwehr in Kroatien war genauso gefragt wie Lebensmittel, Masken und Desinfektionsmittel.

Abfahrt nur kurze Zeit später

Um 15 Uhr setzte sich der Hilfskonvoi, bestehend aus einem Lastwagen des Technischen Hilfswerks und einem Lastwagen der Feuerwehr Hechingen, in Bewegung zum Sammelzentrum nach Bad Krozingen. Von dort wird der Weitertransport nach Kroatien  koordiniert.

Das interessiert ebenfalls: