Schlatt Feuerwehr schafft Platz

Platz geschafft haben die Männer der Schlatter Feuerwehr für die neue Fahrzeugbox durch den Abbruch des alten Fronmeisterschuppens auf dem "Ast". Der Schuppen befand sich in direkter Nachbarschaft zum Feuerwehrhaus. Foto: Eugen Pflumm
Platz geschafft haben die Männer der Schlatter Feuerwehr für die neue Fahrzeugbox durch den Abbruch des alten Fronmeisterschuppens auf dem "Ast". Der Schuppen befand sich in direkter Nachbarschaft zum Feuerwehrhaus. Foto: Eugen Pflumm
Schlatt / EUGEN PFLUMM 21.08.2012
Die Box für das neue Schlatter Feuerwehrfahrzeug kann kommen. Die Abteilung Schlatt hat bei einem Arbeitseinsatz am Samstag den alten Fronmeisterschuppen neben dem Gerätehaus abgebrochen.

Schon seit mehreren Jahrzehnten gehörte ein geräumiger Schuppen neben dem Schlatter Feuerwehrhaus auf dem Gewann "Ast" zum gewohnten Bild. Zu Zeiten, als auf dem "Ast" noch Feste abgehalten wurden und für die großen Zelte eine geräumige Holzbühne benötigt wurde, bot der Schuppen genügend Raum, um diese Holzkonstruktion aufzubewahren. Zum einen musste die Holzbühne nicht weg transportiert werden, zum anderen konnten die nummerierten Teile alle zusammen aufbewahrt werden und nichts kam abhanden. Das war für denjenigen Veranstalter besonders wichtig, der als nächstes ein Fest auf dem "Ast" feierte.

Mittlerweile ist es schon etliche Jahre her, dass auf diesem Areal, das auch als Trainingsplatz für die im FC Killertal aufgegangene Fußballabteilung des TSV Schlatt diente, das letzte Fest gefeiert wurde. Die jüngeren Generationen wissen nichts mehr von den großen Vereinsjubiläen mit riesigen Festzelten und den Vergnügungsparks, deren Buden und Schaukeln teilweise vor und neben dem Festzelt aufgestellt worden waren.

Als die Holzbühne nicht mehr gebraucht und daher nach und nach entsorgt wurde, diente der Holzschuppen als willkommene Abstellmöglichkeit für Arbeitsgeräte des Schlatter Fronmeisters. So wurde dort neben kleineren Utensilien auch der Salzstreuer, der im Winter an einen Schlepper montiert wurde, untergestellt. Im Zuge der städtischen Reformen wurde auch die Schlatter Fronmeisterstelle abgeschafft und der Schuppen daher mehr oder weniger überflüssig.

Seit 1962 ist der "Ast" auch Heimstatt für die Feuerwehr. In diesem Jahr baute die damals noch selbstständige Gemeinde Schlatt ein Feuerwehrhaus für das ein Jahr später eintreffende Feuerwehrauto. Nun ist es bald wieder soweit, dass ein neues Fahrzeug nach Schlatt kommen wird. Da dieses jedoch nicht mehr in das Feuerwehrhaus passt, muss eine zusätzliche Box erreichtet werden. Und dafür braucht es in der direkten Nachbarschaft Platz.

Aus diesem Grund setzte der Abteilungskommandant der Schlatter Wehr, Heinrich Jatzek, am Samstag einen Arbeitseinsatz an. Ziel war es, den alten Fronmeisterschuppen abzubrechen. Bereits um sieben Uhr trafen sich die Wehrmänner und machten sich sogleich ans Werk. Zuerst galt es, die Bedachung zu entfernen, im weiteren Verlauf wurden die Latten entfernt. Schon bald standen nur noch die Holzbalken. Auch diese wurden fachgerecht abgebaut und nach rund drei Stunden war die Arbeit getan. Alles war fein säuberlich aufgestapelt und aufgeräumt, daher stand einem zünftigen Vesper nichts mehr entgegen.

Lediglich die betonierte Bodenplatte gilt es noch zu entfernen, was mit schwerem Gerät durchgeführt werden muss. Die Aushubarbeiten für die neue Fahrzeugbox übernimmt im September die Schlatter Firma Raimund Schuler. Abteilungskommandant Heinrich Jartzek und seine Männer freuen sich schon heute auf die neue Box und noch viel mehr auf das neue Feuerwehrfahrzeug.

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