RETTUNGSEINSATZ Feuerwehr rettet abgestürzte Frau aus der Starzel

Ganz ungewöhnlicher Rettungseinsatz am Donnerstagnachmittag in Stein: Über die Drehleiter befreiten Hechinger Feuerwehrleute eine ins Bachbett der Starzel gestürzte 82-Jährige.
Ganz ungewöhnlicher Rettungseinsatz am Donnerstagnachmittag in Stein: Über die Drehleiter befreiten Hechinger Feuerwehrleute eine ins Bachbett der Starzel gestürzte 82-Jährige. © Foto: HARDY KROMER
HARDY KROMER 21.04.2016
Eine 82-jährige Frau ist am Donnerstag in der Ortsmitte von Stein abgerutscht und in den Bach gestürzt. Die Hechinger Feuerwehr rettete sie mit der Drehleiter.
„Und auf einmal war sie weg“: So schildern Augenzeugen aus Stein den ungewöhnlichen Unfall, der sich am Donnerstagnachmittag gegen 14 Uhr mitten im Dorf ereignete. Eine Rentnerin, die direkt an der Starzel wohnt, hatte sich ans Ufer begeben, um einen Eimer Wasser in den Bach zu schütten. Während ihr die Nachbarn, die im Garten saßen, dabei zusahen, verschwand die 82-Jährige plötzlich aus dem Blickfeld.

Die Nachbarn sahen nach und sahen die Frau, wie sie sich unten im Bach gerade wieder berappelte. Die 82-Jährige war die an dieser Stelle richtig steile Böschung sechs, sieben Meter tief hinabrutscht.

Obwohl nicht sehr gut auf den Beinen, schaffte es die durchnässte Seniorin, wieder auf die Füße zu gelangen und sich ans Ufer zu schleppen. Dort war aber Endstation. Die Augenzeugen hatten aber glücklicherweise gleich Hilfe gerufen. Und so kam es direkt an der Brücke beim Feuerwehrhaus am Mühlweg zu einem größeren Rettungseinsatz: Notarzt und Rettungswagen vom Hechinger DRK rückten an, außerdem Rotkreuzler aus Geislingen und die Höhenrettung von der Bergwacht Oberes Donautal, dazu die Hechinger Feuerwehr, deren Drehleiter sich als äußerst nützlich erweisen sollte.

Zunächst wurde die im kühlen Bach stehende Frau von den Rotkreuzhelfern mit einem langen Seil gesichert, dann wurde die Drehleiter zu Wasser gelassen, und zwei Wehrleute stiegen in das zum Glück sehr ruhig fließende Nass hinab. Links und rechts eingehakt führten sie die Abgestürzte zum Einstieg der Drehleiter, die sie schließlich ans sichere Ufer transportierte. Dort warteten der Notarzt und die Rettungssanitäter mit der Trage.

Am Ende hieß es: gerade noch einmal gut gegangen. Obwohl sie doch sehr tief gestürzt war und letztlich fast eine Stunde mit den Füßen im Wasser verharrt hatte, erlitt die 82-Jährige nur Prellungen und vermutlich eine Unterkühlung. Zur weiteren Untersuchung wurde sie in ein Krankenhaus gefahren.