Rangendingen Feuerwehr kooperiert auch mit Hirrlingen

Löschen, retten, bergen: Die Aufgaben der Rangendinger Feuerwehr ändern sich nicht.
Löschen, retten, bergen: Die Aufgaben der Rangendinger Feuerwehr ändern sich nicht. © Foto: Archiv
Rangendingen / ks 18.07.2018
Beschlossene Sache ist der Rangendinger Feuerwehr-Bedarfsplan für die Jahre bis 2022. Der Gemeinderat gab grünes Licht.

Rangendingens Abteilungskommandant Frieder Dieringer stellte dem Gemeinderat in Anwesenheit von Kreisbrandmeister Stefan Hermann das umfangreiche Werk vor. Er betonte, dass der Bedarfsplan durchweg in Eigenregie und ohne einen Gutachter erstellt worden sei.

Im Zuge der Bedarfsplanung erarbeitete eine eigens dafür gebildete Arbeitsgruppe organisatorische Änderungen und Optimierungsvorschläge für die 157 Mitglieder starke Feuerwehr (die in den vergangenen fünf Jahren zu 115 Einsätzen mit 787 Einsatzstunden gerufen wurde). Um den Grundschutz beziehungsweise die Eintreffzeit in den Ortsteilen Bietenhausen und Höfendorf zu verbessern, arbeitet die Rangendinger Feuerwehr an einer landkreisübergreifenden Nachbarschaftshilfe mit der Feuerwehr Hirrlingen. „Auch wenn diese Überlandhilfe über den Zollern­albkreis hinausgeht, soll dies keine Hürde darstellen, und es sollte auch alles versucht werden, diesen gemeinsamen Weg einzuschlagen“, sagte Dieringer. An der bestehenden Zusammenarbeit mit der Hechinger Wehr, wenn Sonderfahrzeuge angefordert werden müssen, ändert sich nichts. Die Liste der Wünsche ist lang: In Einsatzfahrzeuge, in Ausrüstungen und in den Erhalt der Feuerwehrhäuser soll gehörig investiert werden (siehe Kasten).

Zufrieden mit dem Ergebnis zeigte sich auch Kreisbrandmeister Stefan Hermann. „Sie können Ihrer Truppe vertrauen“, sagte er zu Bürgermeister Johann Widmaier und den Gemeinderäten. Alle Beschaffungen seien wohlüberlegt getroffen worden. Zur personellen Unterbesetzung sagte Kreisbrandmeister Hermann an die Adresse des Gemeinderates: „Sie haben keine andere Wahl. Trotzdem haben Sie eine Feuerwehr, die sehr bemüht ist.“

Fast ohne Gegenfragen bewilligte der Gemeinderat einstimmig das Vorhaben und die Investitionen der Feuerwehrabteilungen Rangendingen und Höfendorf mit der Löschgruppe Bietenhausen bis ins Jahr 2022. Bürgermeister Widmaier betonte, dass die geforderte Anhebung der Einsatzentschädigung für die Feuerwehrleute sich an denen der anderen Kommunen im Zollernalbkreis orientieren solle. „Sonst gibt es Streit und Unzufriedenheit“, so Widmaier. Für die bevorstehenden Investitionen kündigte er Fördermittelanträge an.

Rangendinger Feuerwehr wird rot

Neu eingekleidet werden die Rangendinger Feuerwehrleute. Der Gemeinderat beschloss die Anschaffung von 75 Einsatzjacken zum Preis von insgesamt 50 426 Euro. Von drei Musterjacken entschieden sich die Feuerwehrmänner aus Rangendingen, Höfendorf und Bietenhausen für das Modell „Fireliner“. Bei Übungen wurden die Jacken schon mal zum Test getragen. Abteilungskommandant Frieder Dieringer brachte zur Gemeinderatssitzung eine Schutzjacke zur Besichtigung mit. Bald werden die Rangendinger Feuerwehrmänner in einem durchweg leuchtenden Rot zu sehen sein. Der Schulterbereich ist in knalligem Gelb gehalten. Außerdem sind Reflektionsstreifen angenäht. Die neuen Einsatzjacken lösen die bisherigen schwarzen Jacken ab, die zwischenzeitlich über zehn Jahre alt sind. ks

Der Fahrplan für den Feuerwehr-Bedarf

2018 Neue Einsatzjacken (50 500 Euro); Absauganlage Feuerwehrhaus Rangendingen (20 000 Euro); Sanierung der Tore am Feuerwehrhaus Höfendorf (10 000 Euro); Anschaffung eines Feuerwehrbootes (10 000 Euro), Digitalfunk (40 000 Euro).

2019 Neuer Mannschaftstransportwagen (50 000 Euro); Umbau des Feuerwehrhauses Höfendorf (150 000 bis 250 000 Euro); Planungsrate Feuerwehrhaus Rangendingen (15 000 Euro).

2020 Ersatz Mannschaftstransportwagen 2 (50 000 Euro), Umbau Feuerwehrhaus Rangendingen (abhängig vom Umfang).

2021 Ersatzbeschaffung Tragkraftspritzenfahrzeug für die Löschgruppe Bietenhausen (200 000 Euro); Defibrillatoren (7000 Euro) und Wärmebildkameras für alle Löschfahrzeuge
(15 000 Euro).

2022 Ersatzbeschaffung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs (450 000 Euro); Umstellung der Sauerstoffflaschen auf Composit (20 000 Euro). ks

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