Die Hechinger hatten alles aufgefahren, was die Abteilung Stadt der Freiwilligen Feuerwehr Hechingen zu bieten hat. Mit sieben Fahrzeugen, darunter einer Drehleiter, und 30 Einsatzkräften rückte die Wehr am Montag gegen 17 Uhr vor dem Landgericht Hechingen in der Heiligkreuzstraße 9 an. Das spannende, fingierte Szenario der Kirbeübung zog rund 70 Schaulustige am Straßenrand an.

Einsatzleiter und Truppführer sind als Erstes da

Den Startschuss gab die sechsjährige Marlena aus dem Publikum. Sie rief bei der Leitstelle der Feuerwehr in Balingen an und schilderte die Situation. Der stellvertretende Abteilungskommandant Michael Binanzer, der die Veranstaltung moderierte, hielt ihr dabei das Handy ans Ohr. Drei Minuten später waren der Einsatzleiter Frank Brecht und Truppführer Patrick Gompper da. Nacheinander eilten die Kameraden sowie Helfer des Roten Kreuzes in ihren Fahrzeugen herbei.

Das fingierte Szenario mit starker Rauchentwicklung

Im Erdgeschoss des Landgerichts Hechingen war es zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung gekommen. Im Gebäude und in den Sitzungssälen befanden sich Personen sowie auch zwei Gefangene. Die Herausforderungen für die Wehr waren nun die Rettung von Menschen, die Brandbekämpfung mit Wasserförderung sowie das Bilden von Abschnitten unter der Leitung des Einsatzleiters und seiner Führungsgruppe. Gegen 17.50 Uhr war die Übung dann zu Ende, und es setzte Regen ein.

Vor 80 Jahren hat es schon mal dort gebrannt

Tatsächlich hat es im Landgericht Hechingen schon einmal vor ungefähr 80 Jahren gebrannt. Damals war ein technischer Defekt schuld. Diesmal war es laut Brecht ein fingierter Mülleimer. Das Landgericht hatte die Wehr um diesen Übungseinsatz gebeten, weil die Institution Erfahrungswerte beim Brandschutz sammeln möchte. Dann weiß sie, was verbessert werden muss.

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