Auch unter kommissarischer Führung läuft richtig rund in der Stadtabteilung der Hechinger Feuerwehr. Die Kameradschaft stimmt, die Einsatzbereitschaft ist beeindruckend und der Ausbildungsstand so hoch wie nie.

8966 Dienststunden absolviert

Nach dem für alle überraschenden Aus von Abteilungs- und Gesamtstadtkommandant Maik Bulach übernahm Michael Binanzer mit Unterstützung von Frank Brecht das Ruder. „Die Unterstützung durch die Mannschaft ist beeindruckend“, stellte Michael Binanzer fest. Der kommissarische Abteilungskommandant, der in dieser Funktion noch ein Jahr lang amtieren wird, blickte bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Insgesamt haben die Einsatzkräfte 8966 Dienststunden absolviert. 38 Brandeinsätze, 69 technische Hilfen, sechs Einsätze wegen Unwetter und fünf Gefahrguteinsätze wurden verletzungsfrei bewältigt.

Neben den Einsätzen wurden wiederum zahlreiche Übungen abgehalten, um die Schlagkraft der Wehr zu stärken. Ein Höhepunkt war die Hauptübung in Boll in Zusammenarbeit mit den Kameraden aus Rangendingen. Die Kirbeübung am Landgericht forderte den Einsatzkräften einiges ab.

Derzeit befinden sich in der Stadtabteilung 62 Einsatzkräfte, darunter eine Vielzahl von Atemschutzträgern und Maschinisten. Zahlreiche Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal und im Zollernalbkreis brachten die Angehörigen der Stadtabteilung auf ein hohes Ausbildungsniveau.

Schwerster Einsatz nach Unfall auf der B 32

Was die Einsätze betrifft, war sicherlich der schwere Verkehrsunfall auf der B 32 bei der Abfahrt zur Kreismülldeponie, der belastendste, auch in psychischer Hinsicht. Zwei junge Menschen mussten unter Einsatz von schwerem Gerät aus ihren Fahrzeugen geborgen werden. Trotz aller Anstrengungen sind die beiden Unfallopfer wenig später in den Kliniken verstorben. Am Unfallort unterstützte die Hechinger Feuerwehr die Polizei mit ihrer Drohne, die Luftaufnahmen anfertigte.

Für den kleinen Tiago gelaufen

Kleinere Brandeinsätze wurden ebenfalls mit Bravour gemeistert. Auch außerhalb des Einsatzgeschehens ist die Feuerwehr-Abteilung im Stadtleben präsent. Der Christbaumverkauf ist zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender geworden. Beim Festumzug des Irma-West-Kinderfestes und bei den Fasnetsveranstaltungen ist die Stadtabteilung ebenfalls regelmäßig im Einsatz. Die Erkrankung des kleinen Tiago aus Binsdorf ging auch nicht spurlos an der Feuerwehr Hechingen vorbei. Die Teilnahme am Spendenlauf war obligatorisch.

Kassenwart Kai Ziemann konnte der Versammlung einen positiven Kassenstand vermelden. Die Zahlen sind durchweg hervorragend, vor allem dank eines einträglichen Christbaumverkaufes. Die Kassenprüfung durch Adrian Lagiewski und Andreas Kreller ergab keine Beanstandungen, so dass die Entlastung des Kassiers einstimmig erfolgte.

Die Erste Beigeordnete Dorothee Müllges hob in ihrem Grußwort die hohe Einsatzbereitschaft und das große Engagement der Wehrleute hervor. Sie wies auch darauf hin, dass Rettungskräfte zunehmend im Fokus gewaltbereiter Personen stünden. Dies dürfe so nicht hingenommen werden, mahnte Dorothee Müllges.

Der kommissarische Gesamt­stadtkommandant Frank Brecht gab einen kurzen Ausblick auf die Neubeschaffungen und die technische Ausrüstung. Zum Abschluss dankte Michael Binanzer für die gute Zusammenarbeit mit der Polizei, dem DRK, der Feuerwehr Rangendingen und dem Technischen Hilfswerk Hechingen.

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Einsätze hatte die Stadtabteilung der Hechinger Feuerwehr im vergangenen Dienstjahr zu absolvieren. Das heißt: Im Durchschnitt ging es fast an jedem dritten Tag in die Stiefel.