Schlatt Festhalle wird zur Großbaustelle

Nach mehreren Anläufen ist nun der dritte Sanierungsabschnitt der Turn- und Festhalle Schlatt für den kommenden Juli geplant. Dann geht es ans Eingemachte, nämlich den Hallenkörper.
Nach mehreren Anläufen ist nun der dritte Sanierungsabschnitt der Turn- und Festhalle Schlatt für den kommenden Juli geplant. Dann geht es ans Eingemachte, nämlich den Hallenkörper. © Foto: Eugen Pflumm
Hechingen / Eugen Pflumm 23.01.2019
Im Juli startet der letzte Bauabschnitt der Generalsanierung. Danach ist die Turn- und Festhalle Schlatt wie neu.

Umfangreiche und detaillierte Informationen gab es bei der jüngsten Schlatter Ortschaftsratssitzung zum 3. Bauabschnitt der Turn- und Festhallen-Generalsanierung durch Architekt André Furch von der Schlatter Firma „architekturwerk“. Der Experte holte weit aus und erinnerte an die bisherigen Sanierungsschritte der 1972 erbauten Turn- und Festhalle. So gab es im Jahr 2002 eine Fenstersanierung an der südlichen Hallenseite sowie die Erneuerungsarbeiten am Hallendach und dem Gebäudenebentrakt mit dem Einbau von Aluminiumfenstern im Jahr 2006. Der bisher letzte Bauabschnitt fand schließlich 2008 statt, als der Sanitärtrakt mit Umkleidekabinen und Stuhllager komplett neu erstellt wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde auch eine neue Heizungsanlage eingebaut.

Die nun anstehenden Arbeiten sollen im Juli beginnen. Im Wesentlichen umfasst der dritte Bauabschnitt den Rückbau der Innenbekleidungen und der technischen Gebäudeausstattung an Boden, Wand und Decke in der Halle wie auch im Gebäudenebentrakt.

Im Einzelnen ist vorgesehen: das Ergänzen und Sanieren der Stahlbetonbodenplatten, ein neuer Anbau für ein Getränkelager, die völlige Umgestaltung und Neuordnung des Gebäudenebentraktes, das Anpassen der Hallentorhöhen, eine neue Innenbekleidung sowie neue Türen und Tore im Hallenbereich, die Erneuerung der Fenster und Türen im Hallennebentrakt, die Schaffung von Sonnenschutz- und Verdunklungsmöglichkeiten im Hallenbereich sowie die Erneuerung der technischen Gebäudeausstattung wie Heizung, Lüftung, Sanitär- und Elektrobereich.

Architekt Furch ging ausführlich auf die einzelnen Punkte ein, anhand eines Projektors verdeutlichte der Experte im weiteren Verlauf die Neueinteilung des Hallennebentraktes. Der Putzraum bleibt an seiner jetzigen Stelle, daneben werden ein Elektro- und Regieraum sowie ein Kleinteilelager geschaffen. Der jetzige Theken- und Küchenbereich wird zukünftig als Lagerraum für Bühnenelemente und Sportgeräte dienen. Ein größerer Regieraum wird den Platz des aktuellen Sportgerätelagers einnehmen, dahinter und daneben wird der neue Küchen- und Thekenbereich installiert. Letzterer befindet sich somit direkt neben dem neuen Getränkelager.

Für die Baukonstruktion müssen 722 000 Euro investiert werden. Die Kosten für technische Anlagen belaufen sich auf 450 000 Euro. Gut 2000 Euro kostet die Herrichtung der Außenanlagen, während die Hallenausstattung 8000 Euro in Anspruch nimmt. 317 000 Euro fallen schließlich für die Baunebenkosten wie Architekt, Statik, Fachplaner und ähnliches an. Somit belaufen sich die Gesamtkosten für Bauabschnitt 3 der Schlatter Hallen-Generalsanierung auf 1,5 Millionen Euro.

Vom zeitlichen Ablauf her ist es vorgesehen, die Ausschreibungen von April bis Juni vorzunehmen. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Juli vorgesehen. Genau ein Jahr später sollen alle Arbeiten erledigt sein und die Einweihung vorgenommen werden können.

1,5

Millionen Euro kostet die Hallensanierung in Schlatt voraussichtlich. Hinzu kommt die Gässlebrücke mit 1,2 Millionen. Schlatt kommt also gut weg in diesem Finanzjahr.

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