Die Hechinger Narren hatten ihre Kutteln am Lumpenmontag offensichtlich doch brav leer gegessen. Dafür belohnt wurden sie am Fasnetsdienstag, als der eklige Nieselregen doch einigermaßen pünktlich zum großen Umzug der Narrhalla und der Zoller-Hexen aufhörte.

Ungetrübter Frohsinn

So war der Frohsinn ungetrübt, als knapp 3000 Narren sich in 53 Gruppen von der Hofgartenstraße zum Obertorplatz bewegten. Spaßig war der Schabernack, den die vielen Hexengruppen aus nah und fern trieben, und „spacig“ waren die letzten Anklänge ans Hechinger Fasnetsmotto 2020, das ganz viel mit dem Weltraum zu tun hatte: Die „Space-Girls“ vom Maskenball setzten das Motto ebenso schön um wie die „Schnorchel-Huaschter“ mit ihren silberfarben-galaktischen Anzügen. Schöne Farbtupfer setzten auch die „Scampolos“, die als Eau-de-Cologne-Flacons (4711) gingen, und die freie Gruppe, die in Petticoats auf „Rockabilly“ machten. Die gastgebenden Zoller-Hexen beschlossen mit dem Hechinger Umzug die Saison ihres 30-jährigen Bestehens, die Weilheimer Hutzlabäuch erinnerten noch einmal an ihr 20-Jähriges, und die Bollemer Hasawedel wurden von ihrem frisch getrauten „Zigeunerpaar“ samt dazugehörigen Sippen angeführt.

Das Pestmännle ist inzwischen auch verbrannt, und so bleibt nur die Erinnerung an eine schöne Hechinger Fasnet 2020.

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