Jungingen Eulenkästen für den Raufußkauz

Der Ignuk-Vorsitzender Roland Bosch mit den Geehrten Jürgen Scheu, Barbara und Dr. Jürgen Wagenhals sowie Manfred Linke.
Der Ignuk-Vorsitzender Roland Bosch mit den Geehrten Jürgen Scheu, Barbara und Dr. Jürgen Wagenhals sowie Manfred Linke. © Foto: Horst Bendix
HORST BENDIX 23.02.2015
Den Naturschutz und die Landschaftspflege zu fördern hat sich die Junginger Ignuk auf die Fahnen geschrieben. Und dass das Pumpspeicherbecken "vom Tisch ist", freut nicht nur den Vorsitzenden Roland Bosch.

Die Ignuk habe ein erfolgreiches Jahr mit zahlreichen Aktionen absolviert, wenn auch nicht alle gesteckten Ziele erreicht werden konnten, berichtete Roland Bosch im Rahmen der Hauptversammlung. Allerdings wurde ein Managementplan für das Gebiet Reichenbach und Killertal zwischen Hechingen und Burladingen fertiggestellt, an dem der Junginger Dr. Wolfgang Herter wesentlich mitgearbeitet hat. Inwieweit sich dieser Plan positiv auf die Naturschutzbelange auswirkt, hänge hauptsächlich von den Bewirtschaftern ab. Es sei zu hoffen, so der Vorsitzende, dass mit der Umsetzung zumindest eine Stabilisierung des Jetzt-Zustandes erreicht werde, besser wäre jedoch eine Verbesserung der Lebensräume.

Mit großer Erleichterung habe man zur Kenntnis genommen, dass die Planungen für ein Pumpspeicherbecken auf dem Junginger Himberg und dem Bollemer Schamental nicht weiter verfolgt werden. Nach Meinung der Ignuk sei der Natur durch diesen Bauverzicht erheblicher Schaden und den angrenzenden Bewohnern ein Risiko erspart geblieben.

Durch die Pflanzung von neuen Bäumen und der Pflege des alten Baumbestandes im Naturschutzgebiet Scharlenbachtal im oberen Killertal sei eine deutliche ökologische Aufwertung erreicht worden, berichtete Bosch weiter. Auch die Nistkastenkontrolle im vergangenen Jahr ergab seinen Worten nach einen gesunden Bestand. Rund 60 Prozent der Vogel- und Fledermauskästen seien bewohnt. Auch die Turm- und Wanderfalkenbruten geben Anlass zur Freude.

Über die Kassenbewegungen gab Rechnungsführerin Barbara Wiebusch Auskunft. Walter Greff und Hans-Peter Bender bescheinigten ihr eine saubere Buchführung. Die Entlastung des Vorstands führte sodann Bürgermeister Harry Frick herbei. In diesem Zusammenhang würdigte das Gemeindeoberhaupt die äußerst wertvolle Arbeit der Ignuk im gesamten Killertal. Die Neuwahlen auf zwei Jahre brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender bleibt Roland Bosch, seine Stellvertreter sind Uli Weise und Christine Lorenz-Bühl, Rechnungsführerin ist Barbara Wiebusch, Schriftführerin Katja Graf, Kassenprüfer sind Hans-Peter Bender und Walter Greff, die Beisitzer heißen Wolf Richter, Edmund Schuler, Jürgen Scheu. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Werner Baumann musste seine aktive Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen nach zwölf erfolgreichen Jahren beenden. Er stand, wie Bosch sagte, der Natur und den Belangen der Ignuk immer sehr aufgeschlossen gegenüber. Er habe mit Herzblut an seinem Amt gehangen, das er jetzt in die Hände von Uli Weise geben musste.

Roland Bosch gab auch noch einen Ausblick auf das Jahresprogramm. Unter anderem verwies er auf den Schutz des Raufußkauz. Dazu sollen auf den Ignuk-Grundstücken im Killermer Wald demnächst Eulenkästen aufgestellt und immer wieder kontrolliert werden.

Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden zuletzt ausgezeichnet: Monica und Manfred Diez, Ralf Eber und Manfred Knoll. Rund 30 Jahre gehören Brunhilde Döbler, Barbara und Dr. Jürgen Wagenhals, Manfred Linke und Jürgen Scheu der Ignuk an.