Hechingen Es grüßt Pilger Benedikt

Der Geistliche am Kilometer-Stein 0,0
Der Geistliche am Kilometer-Stein 0,0
SWP 09.11.2013
Liebe Freunde, nun bin ich endlich am Ziel angekommen. . . so mailte Dr. Benedikt Ritzler, ehemals Stadtpfarrer in Hechingen, am Donnerstag aus Santiago. Dorthin war er am 15. August pilgernd gestartet.

Benedikt Ritzler hat es geschafft, diese Woche hat er Santiago de Compostela, das Ziel seines Pilgerwegs, nach exakt zwölf Wochen erreicht. Seine Freude darüber teilte er jetzt Freunden in einer Mail mit. Er schrieb: "Ich kann es ehrlich gesagt noch gar nicht fassen! Als ich in Santiago eintraf, war das Wetter zwar alles andere als schön, aber dann endlich die Kathedrale zu betreten, die Büste des Apostels zu umarmen und an seinem Grab zu beten, das war einfach total überwältigend. Ebenso die Pilgermesse um 12 Uhr, bei der ich konzelebrieren durfte. Da war ich nicht der einzige, der stellenweise total gerührt war. Am Abend gab es dann eine immer größer werdende Gruppe von Pilgern, die in einer Bar auf die Ankunft am Ziel freudig und dankbar angestoßen hat. Erst waren wir nur vier, dann neun, und am Ende 16. Ein unvergesslicher Abend! Ein italienischer Pilger hat mir dabei erzählt, dass sein lange unerfüllter Kinderwunsch durch die Fürsprache des heiligen Jakobus in Erfüllung ging. Darum ist er aus Dankbarkeit nach Santiago gepilgert! Bewegend, oder? Inzwischen bin ich (per Bus) nach Finisterre, dem ,Ende der (alten) Welt gekommen und habe euch von km-Stein 0,0 noch ein Bild mitgeschickt. Hier werde ich noch etwas bleiben, die letzten drei Monate nachklingen lassen und dann nach Hause aufbrechen. So vieles wurde mir unterwegs in Gesprächen, Begegnungen und auch in der Stille geschenkt, das muss ich erst einmal verarbeiten. Näheres dann bei Gelegenheit gerne persönlich. Für alle Zeichen eurer Verbundenheit und Unterstützung, Gebete, SMS und Mails nochmals ganz herzlichen Dank. Für heute sendet ganz liebe Grüße, euer Pilger Benedikt."

Wo der Geistliche künftig seelsorgerisch tätig sein wird, wusste er bei Antritt seiner Pilgerreise noch nicht. Nur so viel: auf jeden Fall im Diözesanbereich Freiburg.