Hechingen Erddeponie: "Es war kein Geständnis"

ANDREA SPATZAL 21.03.2014
Den Erddeponie-Prozess hat der angeklagte Ex-Betreiber durch Einlassungen zu den Vorwürfen entschärft. "Es war kein Geständnis", betont er.

Mit einer Bewährungsstrafe endete am Mittwoch der Erddeponie-Prozess. Die Große Strafkammer am Landgericht Hechingen hat die Strafangelegenheit wesentlich schneller und unspektakulärer entschieden, als anfangs zu vermuten war. Zu dem milden Urteil und der raschen Beendigung beigetragen hat der Angeklagte mit seinen Einlassungen zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Vorgeworfen wurde dem 48-jährigen Abbruchunternehmer unter anderem, dass er als Pächter der Hechinger Erddeponie "Hinter Rieb" unkontrollierten Bauschutt in größeren Mengen eingebaut haben soll. Zu den Vorwürfen hat der Angeklagte Stellung genommen. Er räumte ein, dass Formulare auf der Deponie falsch gehandhabt wurden und er eine Bauschutt-Recyclinganlage ohne immissionsschutzrechtliche Genehmigung betrieben hat. "Aber ein Geständnis war das nicht", betont er. "Ich habe mir nicht vorzuwerfen, die Umwelt fahrlässig geschädigt zu haben, es geht nur um Verfahrensfragen." Das gute Ergebnis des Prozesses sei, dass "endlich Rechtsfrieden eingekehrt ist".