Kommunales Erdaushub bereitet in Boll Kopfzerbrechen

Hier soll das Rückhaltebecken am Zellerbach entstehen. Aber wohin mit dem Erdaushub? Einig ist sich der Bollemer Ortschaftsrat, dass dafür nicht der Weg gesperrt werden sollte.
Hier soll das Rückhaltebecken am Zellerbach entstehen. Aber wohin mit dem Erdaushub? Einig ist sich der Bollemer Ortschaftsrat, dass dafür nicht der Weg gesperrt werden sollte. © Foto: Christian Steinhilber
Christian Steinhilber 17.12.2016

Der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens in den Weiden am Zellerbach bereitet dem Bollemer Ortschaftsrat Kopfzerbrechen. Oder vielmehr der Erdaushub, der beim Bau anfällt. 2017 soll der nämlich stattfinden. Auf die Möglichkeit, den angrenzenden Feldweg zu sperren, um dort den Aushub zu lagern, möchte der Ortschaftsrat nicht eingehen. Der Weg sei von Fußgängern und landwirtschaftlichen Fahrzeugen zu stark frequentiert. Außerdem, so hieß es, gebe es in der Nähe genügend Gemeindeflächen, die man nutzen könnte.

Was dem Gremium ebenfalls ein Anliegen ist, ist die frühzeitige Information der Anlieger über das Vorhaben. Aber auch die restliche Bevölkerung soll bei einer Informationsveranstaltung über das Hochwasserschutzprojekt in Kenntnis gesetzt werden. Derzeit laufen die Ausschreibungen für den Bau.

Andere Themen der Sitzung: Einige Termine des Ortschaftsrates für nächstes Jahr stehen schon, darunter auch die Neujahrssitzung am Donnnerstag, 5. Januar, in der Festhalle. Einen Ortstermin wegen der Wiederbepflanzung nach der Baumfällaktion im Kindergarten will das Gremium spontan vereinbaren.

Die Pachtverträge für die Fischgründe laufen aus. Der Fischereiverein Boll hat wieder Interesse angemeldet. Der Ortschaftsrat hat der Neuverpachtung einhellig für die nächsten zehn Jahre zugestimmt.

Büchertauschecke, aber wohin?

Danach ging es um eine Initiative des Bürgervereins. Wie in anderen Städten und Orten soll auch in Boll eine Büchertauschecke für die Bevölkerung entstehen. Wer alte, ausgelesene Bücher hat, kann diese vorbeibringen und dafür eventuell neues, spannendes Lesematerial entdecken. Nur, wo soll die Büchertauschecke hin? Ortsvorsteherin Meta Staudt könnte sich den Vorraum zum Büro der Ortschaftsverwaltung vorstellen. Diesen würde der Bürgerverein ausstatten und herrichten. Während der Öffnungszeiten der Ortschaftsverwaltung wäre er dann geöffnet. Das soll aber noch mit Hechingen abgeklärt werden. Außerdem will man beim Ortsvorsteher von Stein nachhaken, welche Erfahrungen er gemacht hat.

Nicht jedem gefiel der Vorschlag. Eingewandt wurde, dass sich auf dem Rathausflur bereits Stühle befänden. Außerdem würde die Tauschecke dann nicht direkt die Ortschaftsverwaltung betreffen, so ein Ratsmitglied. Ob der höhere Publikumsverkehr, vor allem durch Jugendliche, dort wünschenswert ist oder nicht, wäre noch zu diskutieren.

Geldautomat ohne Chance

Wünschenswert wäre es aus Bollemer Sicht allemal, wenn der Geldautomat der Volksbank erhalten bliebe. Auf den einschlägigen Brief an das Geldinstitut hat die Ortschaftsverwaltung jetzt eine Antwort erhalten. Die Volksbank, so hieß es, räume ein, dass die ältere Generation von der Abschaffung des Automaten betroffen sei. Dieser sei jedoch insgesamt nicht stark genug frequentiert, dass er sich rechne. Der Abbau lässt sich also nicht abwenden.

Angesprochen wurde in der Sitzung auch, dass der Wanderparkplatz am Hüttenbrünnele derzeit zum Holzmachen verwendet werde. Dies sei auf keinen Fall in Ordnung. Der Verursacher soll festgestellt und informiert
werden.

Die Parkplätze am Bollemer Wasen und unterhalb von Maria Zell sollen in Bälde gerichtet werden – wegen des kalten Wetters aber vermutlich erst im neuen Jahr.